Uni-Triathlon

30. Unitriathlon – und wieder Zehnter

Unitriathlon, 14. Juni 2017

Start zum Unitriathlon 2017
Schön aufgereiht: Start zum Unitriathlon 2017

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so spät in die Saison gestartet bin. Kein Duathlon, keine Radrennen. Gerade Mal ein MTB-Rennen, wo ich aber Platten hatte und mich auch nicht so gut gefühlt hatte wie im letzten Jahr. Ich hatte also keine Ahnung, ob ich gut drauf bin oder nicht.

Zum 28. Mal fuhr ich zum Unitriathlon. Diesmal mit dem Rad. Startnummern geholt und eingecheckt hatte ich schon kurz vor drei mit Andreas als einer der Ersten und so stand mein Rad sehr gut am Anfang einer Reihe. Falko war auch schon da und stand mit seinem Bus an seinem Stammplatz wo sich jedes Jahr einige derer treffen, die schon immer dabei sind. Wir fuhren aber nochmal nach Hause,

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Uni-Triathlon – Platz 10

Uni-Triathlon, 15. Juni 2016

Nachdem ich im letzten Jahr mit denkbar schlechter Vorbereitung 16. geworden war und ich dieses Jahr hingegen 2 Monate Elternzeit im Frühjahr hatte, war ich einfach besser vorbereitet. Das stand fest. Allerdings hatte ich 2015 auch besonderes Glück (ich schwamm z.B. die gesamte Strecke an Marie Alerts Füßen) und ein extrem gutes Rennen. Würde das also so leicht zu toppen sein? Continue reading

Ich kann’s einfach nicht lassen …

Endspurt: Martin Wille vom USC treibt mich voran und hilft mir ungewollt, Christian Damboldt noch einmal zu schlagen. Es wird immer knapper.

Vorher

Ich war mir letztes Jahr so sicher, dass es mir mir nur noch bergab geht. Enttäuschende Ergebnisse, nachlassende Leistungen, Verletzungen und immer wieder die ausgekugelte Schulter. Die Entscheidung mich vom Ligabetrieb zurückzuziehen, erschien mir wie eine Erlösung und das Zuschauen und Fotografieren machte mir die restliche Saison echt Spaß. Klar habe ich immer mal wieder überlegt, wo ich denn heute im Feld gelegen hätte – aber es hat mich nicht wirklich gejuckt. Continue reading

Laufen läuft nicht

27. Uni-Triathlon

Es scheint eine der größten Herausforderungen unserer Zeit zu sein, einen Wetterbericht für den Barleber See zu erstellen. So war bis Dienstag auf Wetter.com immer schönes Wetter für den Mittwochabend vorhergesagt. Am Mittwochvormittag schlug die Prognose dann auf Gewitter ab 17 Uhr um. Tatsächlich regnete es dann mittags und abends schien die Sonne. Soviel für die Erinnerung, wenn wir das hier in 20 Jahren nochmal lesen. Continue reading

Kein Kraut gegen Ulf

Als hätte er den ganzen Winter mit meinem Bild auf dem Oberrohr trainiert, zahlt er mir jede Niederlage aus dem letzten Jahr heim: Ulf wird für mich unerreichbar Zweiter

Uni-Triathlon am 3. Juli 2013

Erinnerungen an das Rennen von 2011 wurden wach, als Gewitter für den frühen Abend angesagt war und etwa zwei Stunden vorm Start ein gewaltiger Regen niederging. Aber in der Stunde vorm Start wurde klar, dass der wegen Hochwassers verschobene Uni-Triathlon starten kann. Es zeigte sich sogar kurzzeitig die Sonne, als wir um 18:20 Uhr in der ersten Welle auf die Strecke gingen. Ein Blick über die Bojenkette ließ sofort klar werden, dass das auf keinen Fall 750 m sein könnten. Ich stellte mich auf ein etwas längeres Schwimmen ein. Mit Fischi, Thomas Barrasch und Ulf waren drei in der Startgruppe, die für ein zügiges Anschwimmen sorgen würden. Wer sonst noch so in meiner Welle war, hatte ich nicht intensiv erforscht, da ich mir in meiner derzeitigen Form keinerlei Chancen auf irgendeinen Platz im vorderen Bereich ausrechnete. Continue reading

Heimspiel – Platz 4 beim Uni-Tri

Foto: Noch 150 m …

Unitriathlon

Mittwoch, 13. Juni 2012

Wie immer ging ich am Rettungsturm 1 ins Wasser, um zum Start zu schwimmen. 10 min noch, das sollte reichen. Um den Steg herum, Brille ist nicht dicht. Noch ein paar Mal dran herumgefummelt und plötzlich waren es nur noch 5 Minuten. Das Feld war schon komplett am Strand langgewandert und ich Trottel mitten auf dem See. Die erste Tempoverschärfung des Tages und ich tröstete mich damit, dass das die effektivste Form des Einschwimmens ist. Prustend stieg ich aus dem Wasser und rannte zum Start. Da dauerte es dann doch noch ein paar Minuten …

Mehr als 750 m

Dass die erste Welle nicht so stark mit Schwimmern besetzt war, hatte ich ja in der Startliste schon erahnt aber der Start war dann doch kurios. Mit 100 Leuten ins Wasser gesprungen und nach wenigen Metern hatte sich schon alles sortiert und entzerrt. Ohne jegliches Gedränge ging es auf die erste Boje zu und ich hatte mal wieder keine Füße gefunden. Matze und Ulf waren offenbar weg. Und irgendwer war noch da vorn – mal wieder eine schnelle Frau aus Potsdam, wie ich später auf dem Rad sehen sollte. Nach der ersten Boje war ich aber doch nur wenige Meter hinter Ulf – jedenfalls vermutete ich, dass es Ulf war. Allerdings schwamm er zu weit links. Ich blieb auf der direkten Linie und hatte ihn an der zweiten Boje. Ich war mir einerseits fast sicher, dass es Ulf war, andererseits war es mir egal. Er schwamm genau das Tempo, bei dem ich hintendranbleiben aber nicht überholen konnte. An den Bojen, die Richtungswechsel brachten, sah ich dann, dass wir zum (vermeintlichen) Matze nicht viel Rückstand hatten. Der Plan war ja, bei einem von beiden irgendwie beim Schwimmen dranzubleiben und dann beide zu überwechseln. Kurz vor dem Schwimmziel wollte ich es dann genau wissen und schwamm ein Stück versetzt. Die Hand mit dem abgespreizten Daumen – ja, es war Ulf.  Er lief ein paar Schritte vor mir aus dem Wasser aber Matze war schon weg. Als ich an seinem Platz vorbeilief, hatte er den Neo schon aus. Verdammt! Der fährt doch vor mir los! Ich wechselte mit dem Rücken zu ihm und konnte daher nicht sehen, was er machte. Ich schmiss den Neo weg, nahm Startnummer, Helm, Rad und los. Was denn nun? Ich war trotzdem vorn. Matze und Ulf direkt hinter mir.

28 km Rad

Ok. Plan erfüllt. Jetzt zackig rausfahren. Die kurvige Ausfahrt lässt erstmal keine Zeit zum Schuhanziehen. Am Kieswerk sind die Schuhe dann am Fuß und Matze fährt erstmal vorbei. Offensichtlich war er schneller mit seinen Schuhen. Ich bin startklar und trete drauf. Der Schnitt springt jetzt schon auf 40. Wir haben also alles andere als getrödelt beim Losfahren. Wir überholen die führende Frau und sind sind nun vorn. Während ich Matze und Ulf in Bernburg noch 2 min abgenommen habe auf dem Rad, sind sie heute dran und machen keine Anstalten, reißen zu lassen. Das bringt den Plan dann doch ein wenig durcheinander. Matze hält ordentlich Abstand und Ulf dasselbe hinter Matze. Aber sie machen natürlich auch keinen Versuch, vorbeizufahren. Ich drücke drauf, sie sind dran. Schitt. Zur Wende ist der Schnitt bei 42 – zu langsam fahre ich also nicht. Naja, meine Stärke liegt ja eher auf der zweiten Hälfte, ich lasse nicht locker. Nach der Wende dann das nächste Kuriosum: Wir drei dicht beisammen und dann mehrere Minuten lang niemand! Krasse erste Welle! Das Hauptfeld kommt uns dann erst hinter Heinrichsberg entgegen – ungewöhnlich auseinandergezogen. Viele haben den „Die-fahren-doch-Windschatten-Blick“ drauf, einige rufen sogar. Mir kann es ja eigentlich egal sein – ich war die ganze Zeit vorn. Aber ich habe mich ziemlich oft umgedreht auf der gesamten Radstrecke und Matze war die ganze Zeit mehr als 10 m weg. Also Vorsicht mit vorschnellen Urteilen.

Meine Hartnäckigkeit bei der Tempoarbeit hatte dann irgendwann doch einen Teilerfolg: Zumindest Ulf musste reißen lassen. Ich fuhr so schnell ich konnte durch die Kurven zum Wechsel und hoffte sehr, dass mir niemand vors Rad springt, da es kein Führungsfahrzeug gab, das uns ankündigte. Die Helfer waren aber sehr aufmerksam und es lief alles glatt. Ein grandioser Empfang von Sprecher und Publikum – allein dafür lohnt sich die ganze Anstrengung. Rad hin, Helm weg, Schuhe an und los.

Nicht ganz 5 km

Matze war direkt hinter mir und Ulf war auch schon am Platz als ich rauslief. Naja 20-30 Sekunden hatte ich auf ihn rausgefahren – mehr nicht. Zuletzt hatte er mir pro 5 km eine Minute abgenommen. Ich würde ihn wohl wiedersehen. Und das entsprach ja nun überhaupt nicht dem Plan. Matze rief mir im Vorbeilaufen noch zu, dass er gar nicht mehr laufen kann. Ich fasste es als Kompliment auf, hatte aber dasselbe Problem. Meine Oberschenkel ließen irgendwie keine großen Schritte zu. Ich erhöhte trotzdem das Tempo – ich wollte ja unter 4 min im Schnitt laufen – so der Plan. Die Uhr zeigte aber schon nach 500 m, dass ich über 4 min liege. Also Tempo erhöhen. Die ersten zwei Kilometer waren die Hölle und auch ernüchternd, da der zweite mir schon mit 4:01 die Laune verderben wollte. Dann endlich der Asphalt am Kanal entlang. Ich wurde schneller! Am Abzweig der erste Blick zurück. Ulf war noch unter den Bäumen – also irgendwie noch ganz schön weit. Als ich am See links abbog, kam er gerade um die vorhergehende Ecke. Auf jeden Fall 30 Sekunden – da geht doch was! Von da aus noch zwei Kilometer und er müsste also 3:45 pro km Laufen, um mich einzuholen. Und wenn er das könnte, dann hätte er mich ja schon längst eingeholt, dachte ich mir und setzte alles daran, auf dem Trampelpfad am Seeufer das Tempo hochzuhalten. Dann die Zeltplatzstraße. Matze war weit weg aber immer noch zu sehen. 3:56 lief ich den vierten Kilometer – sensationell! Ulf kommt nicht mehr! Jetzt noch am Volleyballfeld vorbei und keine Sekunde nachlassen, denn es kommen ja noch zwei Wellen. Also Endspurt gegen den virtuellen Gegner (den es tatsächlich gab: Moritz Bösenberg war am Ende ganze zwei Sekunden hinter mir).

Mehr ging nicht. 12 Sekunden Rückstand auf Platz 3. Das hört sich wenig an aber ich wüsste nicht, an welcher Stelle ich auch nur zwei Sekunden hätte schneller sein können. Für mich also ein deutlicher Rückstand und wieder mal Platz vier. „Nur“ Platz vier? Na klar, wollte ich gewinnen – aber um Matze und Fischi zu schlagen, muss ich wohl noch ein bisschen trainieren. Aber ansonsten war es ein tolles Rennen, mit dem ich doch zufrieden sein kann.

Und nächstes Jahr versuche ich es dann zum 24. Mal, wenn ich mich nicht verzählt habe …

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Donnerwetter

Ich verspreche, dass ich mir keinen Regen mehr wünsche …

Unitriathlon – Mittwoch, 22. Juni 2011

Vorgeplänkel 1

Mein 22. Uni-Triathlon stand unter keinen guten Vorzeichen. Zwei Wochen zuvor hatte ich mir zum dritten Mal seit April meinen Oberschenkelbeuger gezerrt. Dachte ich zumindest, bis ich dann einen blauen Fleck in der Kniekehle entdeckte. Das deutete wohl auf einen Muskelfaserriss hin. Glücklicherweise konnte ich schmerzfrei Schwimmen und Radfahren trainieren. Laufen dafür gar nicht. Da ich auf gar keinen Fall auf einen Start beim Uni-Tri verzichten kann, musste ich schweren Herzens Bergwitz ausfallen lassen, um meinem Bein noch ein paar Tage Ruhe zu geben. Der Plan war klar: ALLES geben beim Schwimmen, die beste Radzeit fahren und dann mit äußerster Vorsicht kontrolliert durchlaufen. Mich auf kein Duell einlassen und vor allem keinen Endspurt! Continue reading