Tangermünde

Auf kleinem Blatt gegen den Wind

Vorher oder nachher? Andreas und ich sind guter Dinge.

Tangermünder Duathlon, 3. Mai 2015

Natürlich werde ich weiterhin Wettkämpfe machen – da bin ich wohl letztes Jahr ein wenig falsch verstanden worden. Aber eben nicht so viele und sicher nicht mehr so schnell. Außerdem kann ich’s sowieso nicht lassen und der Einstieg in Halle hatte mir das (trügerische) Gefühl gegeben, doch ganz gut drauf zu sein. Aber da ich nicht mehr auf Cupserien und Ranglisten schiele, fuhr ich doch deutlich entspannter nach Tangermünde als früher. Marisa, Lola und Robinson waren zum Anfeuern mitgekommen und das Wetter war frühlingshaft angenehm. Continue reading

Umgebaut – und schon rollt es wieder

Foto: Zeitfahrhelme machen schön. Das gilt also nicht nur für mich …

Tangermünder Duathlon

Sonntag, 13. Mai 2012

Da hatte ich im vergangenen Jahr also irgendwie zuviel an der Position geschraubt und dabei gar nicht gemerkt, dass ich alles verschlimmbessert habe. Nachdem ich im Geiseltal wie ein Sack Badewannenstöpsel auf meinem Rad saß und mir die Frage gefallen lassen musste, ob ich nicht in Form bin, habe ich alles wieder komplett zurückgebaut und bin erstmal Zeitfahrlandesmeister geworden (bei den alten Männern, versteht sich).

So hatte ich dann etwas Rückenwind, was Tangermünde angeht.

Der erste Lauf ging gefühlt ganz gut, wobei meine Uhr mir verriet, dass das Gefühl täuschte und ich irgendwo bei 4:20 pro km lief. Während ich das kontrollierte, hörte ich von hinten: „Guck nicht immerzu auf deine Uhr, sonst holste die da vorne gar nicht mehr ein“. Ah – Dirk ist also endlich wieder dabei. Er lief vorbei und übernahm das Tempo unserer Gruppe von 5 oder 6 Leuten. Ich konnte sogar dranbleiben und so ging es dann zum ersten Wechsel – einige Meter hinter Dirk. Er trödelte allerdings so sehr, dass er immernoch fummelte, als ich schon die Runde um den Wechselgarten lief. Ich rief ihm noch kurz eine Gemeinheit zu – soviel Zeit muss sein.

Ich hatte keine Ahnung, wie ich im Rennen lag, da ich zwischendurch nicht gezählt hatte. Nach dem 50. Platz beim ersten Lauf in Braunsbedra wollte ich es allerdings auch nicht so genau wissen.

Auf dem Rad blies uns zunächst ein herrlicher Gegenwind ins Gesicht und ich merkte sofort, dass es rollte. Vorher ausgerechnete Überholungen mit alten Duathlon-Gegner klappten schon etwas eher und kam wirklich gut voran. Auf der Zielgeraden vom Wischer-Triathlon kam dann endlich auch Ulf in Sicht (obwohl ich hoffte, dass es Conrad sei, da ich den ja wenigstens ein Mal schlagen wollte) Ulf fuhr wie immer ein straffes Tempo, so dass ich nur sehr langsam herankam. Bis zu den Windrädern dauerte es. Wo war Conrad? Noch vor Rodrigo und Chris fuhr auch er nicht gerade langsam. Erst kurz vor dem Abzweig Staffelde/Tangermünde konnte ich vorbeifahren und wir grinsten uns an. Ich war mir ja einigermaßen sicher, dass der zweite Lauf nicht gerade seine Stärke war, aber er hatte mir beim ersten immerhin über 1:30 min gegeben. Warum sollte er also heute nicht auch beim zweiten Lauf zügig unterwegs sein? Etwas Vorsprung konnte also nicht schaden. Die Brücke über die Bahn vor Hämerten nahm ich erstmal komplett im Stehen, um ihm zu zeigen, dass ich noch gut drauf war, was auch stimmte. Ich kam gut weg. Torsten Blauwitz war der nächste, der in Sicht kam, ich schaffte es aber nicht mehr, ihn zu überholen. Platz 5 wurde mir zum Wechsel angesagt und ich sah gerade Thomas loslaufen. Das war besser als erwartet. Als ich rauslief, wurden Ulf und Conrad kurz nacheinander angesagt und sie liefen los als ich das Stadion verließ. Ok – 300 m Vorsprung. Das war nicht so üppig aber Conrad sollte ich halten können. Ulf hatte ich beim Duathlon sowieso vor mir gesehen und ich rechnete damit, dass er zur Hälfte der Laufstrecke kommen würde. Der erste Kilometer – 4:18 min. Das war erstmal nicht langsamer als die letzten Kilometer der ersten Laufstrecke. Dann 4:17, 4:16 , 4:09 min! Ich wurde nicht nur schneller, sondern mit Ausnahme des allerersten Kilometers, der ja immer von allein geht, war ich tatsächlich schneller als beim ersten Laufen. Chris kam nach knapp 2 km vorbei. Der scheint ja dieses Jahr wieder etwas mehr gemacht zu haben. Doch weiter war niemand zu sehen. Komisch – wo war Ulf? Auf dem Weg zum Stadion kam dann doch jemand schnell näher: Rodrigo. Gut, den würde ich nicht halten können. Aber klar war auch, dass dann weder Ulf noch Conrad kommen würden. Er holte mich eingangs des Stadions und schlug vor, dass wir zusammen reinlaufen. Warum sollte ich das ablehnen – ich hätte ja ohnehin keine Chance gegen ihn. So liefen wir dann zusammen als Sechste über die Linie. Ein Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden sein kann und das den diesjährigen Duathlon-Cup noch ein wenig aufpoliert aus meiner Sicht.

Triathlon kann also kommen!

>>> Bilder von Ilona, Wolfgang und Andreas