Schlammschlacht

Auf Schienen durch den Wald

Start zur leicht veränderten Schlammschlacht. Die neue Radstrecke hat mir sehr gut gefallen Nicht nur weil sie länger war!

Schlammschlacht Osterburg, 13. März 2013

Ein eisiger Wind wehte in Osterburg als wir aus dem Auto stiegen. Knapp über Null Grad. Aber trocken. Da wir die Kinder dabei hatten, blieb nicht viel Zeit für eine ordentliche Erwärmung. Marisa und ich besichtigten immerhin die kleine neue Schikane am Anfang der Radstrecke und dann ging es auch schon los.

5,6 km Lauf
In Anbetracht der schlechten Laufform der letzen Wochen wollte ich es etwas ruhiger angehen lassen. Das gelang mir gefühlt auch eine ganze Weile. Mein Puls sagte allerdings was anderes. Ich fand mich recht bald in einer MTC-Laufgruppe aus Ulf, Andreas und Marisa wieder. Das war mir nicht unangenehm, da Ulf und Andreas in der letzten Woche bei unserem Winterserienlauf ja noch ein Stück schneller als ich gewesen waren. So lief ich nicht Gefahr, zu trödeln. Noch auf dem ersten Continue reading

Hast du dein Fahrrad geschoben?

Schlammschlacht Osterburg, Samstag, 10. März 2012

… fragte mich Jörg Gehne, als er kurz vorm Ziel an mir vorbeilief und war wohl nicht der einzige, der sich wunderte.

Starten oder nicht starten – das war die Frage. Seit Montag kratzte der Hals und ich dachte, ich komme drumherum. Kam ich aber nicht. Allerdings dachte ich, es sei nur ein bisschen Husten und Schnupfen und wegen sowas hatte ich noch nie mit dem Sport aufgehört. Also hin da – schließlich war es ja auch Pitts Abschiedsveranstaltung als Cheforganisator.

Wenn‘s nicht läuft, nimmste raus und machst ein Training draus, war die Devise. Was aber, wenn man sich nicht sicher ist, ob es nun läuft oder nicht?

Verhalten angegangen und als 28. vom Laufen zurück – das ist nicht ungewöhnlich für mich. Also rauf aufs Rad und eingesammelt! Das fing auch ganz gut an. Aber weiter als bis auf den 18. bin ich nicht vorgekommen. In der zweiten Runde war Schluss mit Einsammeln. In dem Bereich, wo die Lunge pfeift war ich schon lange nicht mehr und irgendwie wollten auch die Beine nicht so wie ich. Als dann zu allem Überfluss Andreas an mir vorbeifuhr, war mir – er möge mir die Schlussfolgerung verzeihen – klar, dass da heute was nicht ganz rund läuft. Ich kündigte ihm großfressig an, dass er ruhig fahren solle und ihn beim Laufen holen würde. Ich kämpfte nun darum, ihn auf der dritten Radrunde nicht aus den Augen zu verlieren. Ich fuhr jede Runde 30 sek langsamer als die vorhergehende und auf dem letzten Kilometer sah ich ihn tatsächlich nicht mehr.

Wenn schon Zeitlupenwettkampf, dann wenigstens Blitzwechsel, dachte ich mir. Der gelang mir auch gut und so konnte ich Andreas schon beim Rauslaufen hinter dem Hügel verschwinden sehen. So ein kleiner Zweikampf ist doch immer Gold wert, gerade wenn man schlecht drauf ist. So merkte ich auf dem ersten Kilometer fast gar nichts und bekam auch den Puls einigermaßen hoch. Nach 1,5 km hatte ich ihn dann und forderte ihn ebenso großfressig von hinten auf, mir den Weg frei zu machen. Er war so verdutzt, dass er nicht mal „zurückbeleidigen“ konnte. :-)

Gleich danach kam Fritze von vorn. Oh, dachte ich, „da hast du ihm wohl Unrecht getan, als du ihm sagtest, dass es selbst für ihn schwer würde, heut vorn dabei zu sein“. Ca. 25 sek dahinter schon Steffen. Ich rief Fritze den Abstand zu und er wusste noch nicht Mal, dass Steffen ihm schon im Nacken saß. Beide liefen um ihr Leben, Steffen hatte aber offensichtlich noch mehr Leben übrig. Es war schwer zu glauben, dass Fritze das halten könnte, wie mir später dann auch bestätigt wurde.

Der Rest ist schnell erzählt: Ich flog den Berg hinauf und wieder runter und raste zurück zum Ziel. Verlor dabei noch ein paar Plätze aber nicht so viele, da in den Zwanzigerplätzen auch kaum noch wer so richtig schnell unterwegs ist. Platz 22 – nojo.

Fazit: Jetzt muss ich wohl doch die ganze Cupserie mitmachen, obwohl ich mir dieses Mal gar nicht sicher war, ob ich die Klatsche in Braunsbedra brauche, die ich mir da jedes Jahr abhole. Aber Conrad wollte das Duell und nun soll er es haben. (Obwohl ich nicht so richtig weiß, wie ich ihn in seiner derzeitigen Form schlagen soll – aber das muss er ja nicht wissen.) Und vielleicht regnet oder schneit es ja in Braunsbedra und Tangermünde – dann geht immer was!

Bilder gibt es erstmal nur auf www.magdeburgertc.de