Löderburg

Saison geschafft

Löderburg, 25. August 2013.

Selten habe ich das Ende einer Saison so herbeigesehnt wie in diesem Jahr. Seit Wochen tat mir der rechte Fuß nach jedem Lauf weh und der linke gesellte sich auch langsam dazu. Dazu die Rückenprobleme von Arendsee. Laufen hatte ich erstmal auf Sparflamme gesetzt – viel schlechter würde es kaum werden und das mit dem Rücken kam ja in Arendsee erst nach etwa 20 km und mehr würden es ja heut nicht werden. Einzig Schwimmen lief unerklärlicherweise recht gut. Continue reading

Löderburg – Platz 8

Der unbemerkte Sieger. Leider völlig untergegangen ist Tigers überlegener Sieg in der Rangliste.

Gaensefurther Triathlon

Sonntag, 26. August 2012

Es scheint eine Letzte-Augustwochen-Wetterlage zu geben in der Region: Trocken, sonnig bis wolkig und stürmischer Wind. Ich kann mich kaum erinnern, dass mal anderes Wetter in Löderburg war. Südwest war es dieses Mal und der ansteigende Teil der Radstrecke ging genau in diese Richtung. Ich kannte die Strecke nicht und so sind wir sie auf dem Hinweg nochmal mit dem Auto abgefahren, was nicht die schlechteste Idee war, so konnte ich mir „das Ding“ wenigstens im Kopf zurechtlegen.

Vor Ort sah ich dieses Mal zu, nicht wieder die Zeit zu vertrödeln und schaffte es sogar, mich ordentlich einzuschwimmen.

750 m Schwimmen

Als ich vom Strand aus die Bojenkette entlangschaute, sah ich den Nichtschwimmerbereich in Form einer Boje und eines Leinendreiecks in unsere Schwimmbahn hineinragen. Und wie das mit Nichtschwimmerbereichen so ist, war das gleich am Anfang der Strecke. Somit würden also alle von links versuchen, auf dem kürzesten Weg zur Wendeboje zu kommen und alle von rechts, herum um den Nichtschwimmerbereich. Gedränge war vorprogrammiert. Ich beschloss, den direkten Weg zu nehmen – über die Leinen hinweg. Der Startschuss kam unvermittelt, ich stand nicht ganz in der ersten Reihe, war aber sofort im Wasser, fast rechts außen. Aber leider nur fast. Franzi schwamm rechts neben mir und wie ich‘s mir gedacht hatte, war links alles zu und Franzi kam von rechts. Ich überlegte kurz, ließ sie noch etwas vor, damit sie nicht ertrinkt und schwamm dann geradeaus – erst über ihre Beine und dann über die Leinen. Bahn frei! Das machten außer mir nicht wenige. Kurz darauf kam Franzi wieder von hinten und ich dachte kurz daran, mich hinten reinzuhängen. Aber nicht nur, dass sie ein wenig zu schnell ist, vor allem diese Beinarbeit – dahinter kann ich nicht schwimmen! Ich versuchte es also allein. Das ging sehr gut und nach der ersten Linksabbiegung merkte ich, dass es zu gut ging. Das bedeutete, ich war zu langsam. Ich erhöhte die Frequenz und kam sofort von meinen Begleitern weg. Vertrödelt! Nach der zweiten Boje dann auf dem Rückweg sah ich eine Gruppe vor mir mit Christian Damboldts pinker Badekappe. Der war ja neulich nicht weit nach mir aus dem Wasser gekommen – aber vor mir? Alle schwammen für meine Begriffe zu weit links. So hatte ich freie Bahn und überholte wirklich gut. Auch die Gruppe mit Christian. Als ich dann beim Rauslaufen Ulf direkt vor mir hatte, dachte ich, dass alles wieder gut sei. Auch Olaf Ueberschär war neben mir. Also genau meine Gruppe. Wir stiegen alle drei zusammen aufs Rad und schon beim Rausfahren sagte der Wind „hallo“. Voll von vorn. Dann draußen auf der Straße blies er von links vorn. Leichte Schräglage. Ich war mir nicht sicher, ob ich schwere Beine hatte oder ob es nur wirklich einfach schwer ging. Zumindest konnte ich mich vor Ulf und Olaf setzen. Natürlich folgten sie. Wäre ja auch in Ding, wenn ich die beiden schon beim Losfahren abhänge. Wieder Tony Hebsacker. Dieses Mal überholte ich ihn erst auf dem Rad! Die jungen Dessauer werden langsam besser. Wann werden die mich wohl das erste Mal schlagen? Na heute jedenfalls noch nicht, dachte ich mir und fuhr vorbei. Ich war 24. nach dem Schwimmen. Vierundzwanzigster! Was ist das? Klar ist Löderburg immer besser besetzt als andere Wettkämpfe aber VIERUNDZWANZIGSTER? Ich überholte viele sehr junge – also Jugendliche und auch Mädels. Na gut, die schwimmen einfach besser. Kurze Abfahrt nach Schneidlingen rein und dann ging es los. Immer schön leicht ansteigend und ein ordentlicher Wind. Da ich hinten zwar ein 10fach-Ritzel drauf habe, aber nur die untersten 6 schalten kann, gelangte ich recht schnell an die Grenzen meiner Übersetzung. 56 x 16 trat sich nicht wirklich flüssig und ich überlegte mehrmals, auf das kleine Blatt zu schalten. „Das ist aber nur fürs Training und zum Langsamfahren“, sagte das kleine Männchen in meinem Ohr und ich ließ das große drauf. So stampfte ich dann an Sucki, Maik und Tiger vorbei. Tiger? Wieso denn schon Tiger? Ich hatte den Überblick verloren, wie ich im Rennen lag. Es wurden weniger auf der Strecke, Ulf und Olaf waren weg. Ein gutes Zeichen. Dann endlich der Abzweig zum Flughafen. Ab hier nur noch Rückenwind! Ein grüner Einteiler kam zügig näher. Krell stand hinten drauf und es waren erst 18 km gefahren. Ich musste wirklich schon weit nach vorn gefahren sein. Schön! Ich drückte ordentlich drauf, Kontrollblick Windschatten nach hinten. Aber er war schon deutlich zurück. Die Abfahrt war wieder ein Erlebnis aber der Wind war schonmal schlimmer gewesen. Keine größeren Probleme. Ich legte mich schön flach auf den Aerolenker und musste irgendwann rollen lassen. Die Geschwindigkeit stieg trotzdem weiter. Den kleinen Gegenhügel im Stehen mit fast 50! Rückenwind macht‘s möglich. Und dann die zweite Abfahrt bis zur Tankstelle. Zack, hatte ich den nächsten Potsdamer. Und weiter mit 50, 60 km/h nach Groß Börnecke. Die letzten Kilometer zum See flogen an mir vorbei und ich wusste immer noch nicht, wie ich lag. Ich raste auf den Bogen zu, den mir Steffen extra vorher als Absteigegrenze gezeigt hatte und suchte trotzdem nach einer Linie. Kam aber keine und ich sprang bei gefühlten 40 km/h vom Rad. War natürlich weniger, ich knallte aber trotzdem mit den Füßen hart auf den Asphalt, so dass ich wusste, dass ich da wieder mehrere Tage was von haben würde. Den Schwung vom Absprung konnte ich sogar noch mit in den Wechselgarten nehmen, so dass ich schnell an meinem Platz war. Wieder sagte niemand, der Wievielte ich war. Die Frage bekommt man fast nie beantwortet. Ein Blick genügte: Vier Fahrräder standen da. Fritze lief gerade raus. Fünfter. Geht doch!

Gut 4 km Laufen

Die Laufstrecke führte dort raus, wo man sonst reinlief. Also erstmal Asphalt und erstmal Rückenwind. Das ging gut los. KM 1 deutlich unter 4 min. Aber der zuletzt überholte Potsdamer lief trotzdem schon wieder vorbei. Dann rechts rum auf den Damm und voll gegen den Wind. Dann über einen Feldweg. Die Runde war schon fast zu Ende, da piepte erst der zweite Kilometer auf der Uhr. Schön! Aber da kam Philip Krell auch schon wieder vorbei. Ich sah Steffen und kurz dahinter Conrad loslaufen. Aber das waren fast hundert Meter, die würde ich wohl auch Conrad nicht abnehmen, um eine Überrundung zu feiern. Aber ich versuchte es. Der dritte Kilometer war dann schon wieder etwas schneller – aber Conrad war eben auf seinem ersten. So ein Duell ist das beste Mittel, von hinten keinen rankommen zu lassen. Allerdings kein probates gegen Olaf. Der kam anfangs der zweiten Runde. Platz 8 jetzt also. Ich versuchte nochmal ersthaft, schneller zu laufen. Gute vier Kilometer muss man doch in einem ordentlichen Tempo hinbekommen. Ich drehte mich um. Das reicht. Da kommt keiner mehr ran. Und ab ins Ziel!

Gleich hinter mir Tiger und Ulf. Fritze auf vier. Ich bin sogar zweiter der Liga. Hätte ich gar nicht erwartet, vor allem nach dem schlechten Schwimmen. Aber gut, „die anderen hatten auch eine lange Saison“, meinte Ben vorher noch. Sieht ganz danach aus, dass er Recht hatte.

Wir belegen sogar die ersten 4 Plätze der Ligawertung. Junge, Junge!

Wir sind Meister, haben zum ersten Mal 8 von 8 Rennen gewonnen und außerdem die ersten 4 Plätze in der Rangliste. Wenn das keine gute Saison war!

Siegerehrung?

Die Ernüchterung dann noch am Ende der Siegerehrung: Nachdem nun kaum noch jemand da ist, werden die 6 ersten Mannschaften der Liga und auch die ersten 6 der Rangliste nichtmal mehr auf die Bühne gebeten. Es wird nur verlesen. Ein wirklich peinlicher Auftritt des teilweise anwesenden Vorstandes. Erneut wird deutlich, dass die Landesliga dem Verband ziemlich egal zu sein scheint. Was auf der Jubiläumsparty nochmal ein Höhepunkt des Abends war und auch im letzten Jahr in Löderburg ein schöner Moment war, als alle zusammen auf der Bühne waren: Jubeln, Gruppenfotos, Späße machen, endet dieses Jahr in einem „Na denn, macht‘s gut!“

Aber na klar, wir machen das ja auch nur für uns und der Spaß daraus kommt aus den Duellen Woche für Woche und der Rechnerei nach dem Rennen, „ob es gereicht hat“. Aber wenn der Verband weder in der Lage ist, die Liga auf der Internetseite zu begleiten (außer hin und wieder mal ein Ergebnis online zu stellen), noch die Ehrung in einem gebührenden Rahmen vorzunehmen, dann muss er sich die Frage, wozu man denn einen Verband braucht, gefallen lassen. Ich weiß sehr gut, dass Verbandsarbeit ein Haufen Ärger ist, den einem keiner dankt. Aber so macht ihr euch und eure Arbeit auf keinen Fall populärer.

Jetzt werden die Pokale also wieder auf der Veranstalterkonferenz unter Ausschluss der Öffentlichkeit an einen oder zwei Delegierte vergeben. Viele der Sportler werden sie dann wohl nie zu sehen bekommen. Am besten wir bestellen uns die Pokale selbst im Internet und verrechnen das Geld mit den Verbandsabgaben. Die Siegerprämien überweist den Vereinen bitte auf die Konten. Und dann legen wir einen Tag und eine Uhrzeit fest, zu der alle Triathleten im Lande sich erheben und klatschen. Das wird ein großer Moment, an den wir Athleten uns noch lange erinnern werden!

Ich schlage den 13. November vor, 5:37 Uhr, damit uns auch alle hören!

Sport frei!

Der legendäre Verbremser

Löderburger Triathlon

Sonntag, 28. August 2011

Zehn Minuten vor dem Start ans Wasser und Reiner Kertscher pfeift schon wie wild. Alle raus! Da ich ihn kenne, riskiere ich keine Disqualifikation und begnüge mich mit Armkreisen. Norbert hat eine rote Badekappe auf, Reiner wünscht sich aber ein rein weißes Feld und zählt ihn an. Norbert kann ihn mit der Ausrede „Badekappenriss“ gnädig stimmen und darf trotz dieses unentschuldbaren Vergehens an den Start.

750 m Schwimmen

Startschuss – meine erste Berührung mit dem Wasser – und ich bekomme einen Schock: Viel zu warm! Nach ein paar Schwimmzügen klappe ich die Badekappe hoch und lege meine Stirn frei. Jetzt geht es. Vorn wird richtig schnell losgeschwommen – ich suche erstmal allein mein Tempo. Kurz vor der ersten 90-Grad-Boje reihe ich mich ein, merke aber recht schnell, dass ich jetzt meinen Rhythmus gefunden habe und überhole mehrere Schwimmer. Einer hält gegen und wir schwimmen erst nebeneinander, biss ich dann beschließe, Energie zu sparen und mich einzureihen. Er schwimmt zickzack, doch ich bleibe dahinter bis zum Ufer. Beim Rauslaufen überhole ich Markus. Hm, war ich nicht zuletzt schneller als er? Wo sind die anderen?

23 km Rad

Der Wechsel klappt fast optimal – ich komme gut aufs Rad und sehe Maik vor mir. Na toll – dem hatte ich doch in Arendsee noch gezeigt, wie man schwimmt und jetzt ist er wieder vor mir. (Er wird mir später erzählen, dass er genau MEIN Training angewendet hat – ich darf nicht mehr so viel quatschen) Matze ist auch in Sicht – hat aber deutlich mehr Vorsprung als die letzten Male, ebenso Ulf, Fritze und Tiger. Ich dachte schon, dass ich mir Zeit lasse zum Schuhanziehen aber Maik fängt erst auf der Hauptstraße damit an. Ich bin schon fertig und nutze den Moment. Als nächstes kommt Matze, der schon den Kontakt zu unseren Leuten verloren hat. Ich allerdings auch. Sie fahren mal wieder so schnell los, dass ich zunächst Boden verliere. Durch Hecklingen hindurch hole ich aber wieder auf und bin am Fuße des Col de Hecklingen dran. An Ulf muss ich leider wortlos vorbei, da ich nichts sagen kann vor Atemnot. Ich schnappe mir Tiger und Jonas Meyer, wenn ich mich nicht irre. Fritze kommt wie immer den Berg ziemlich gut hoch und ich komme erst als es flacher wird näher. Zwischendurch kommt Tiger nochmal vorbei. Ich bin überrascht, dann aber doch wieder vorbei. Fritze fährt verdammt gut. Ich sage ihm das, da er offensichtlich mal wieder unsere Sieghoffnung ist. Noch eine knappe Minute vor uns fahren vier Leute dicht beisammen. Von hinten sieht es natürlich aus wie eine Gruppe, ich rede mir aber ein, dass die bestimmt sauber fahren, damit ich nicht ärgern muss. Das einzige Kampfrichtermotorrad parkt auf dem Berg, da wo sie immer stehen und wo man sie schon aus einem Kilometer Entfernung sehen kann. Ich ärgere mich jetzt doch und Tatsache werde ich die Kampfrichter nicht nochmal sehen. An der Abbiegung Winningen haben die vier immernoch 45 Sekunden Vorsprung. Ich sehe aber auch, dass die beiden Vorderen – Fischi und Matthieu sauber fahren. Dahinter fahren Daniel Burckhardt und Stefan Höhlbaum ziemlich dicht hintereinander. Die beiden überhole ich kurz vor der Abfahrt nach Schneidlingen. In der Abfahrt kann ich meinen Materialvorteil ausspielen und komme an Matthieu fast heran. Im Anstieg nach der Kurve überhole ich ihn mit einem aufmunternden „Ah, der Landesmeister“! Er lacht und kann glücklicherweise nicht folgen. Fischi fährt ‘nen ordentlichen Strich, ich komme nicht näher. Erst in Groß Börnecke zahlt sich entweder meine bessere Streckenkenntnis oder meine Fahrweise aus – er fährt die Kurven etwas zaghafter als ich. Ich bin dran und gehe in der letzten Linkskurve vorbei. Er hält allerdings gegen und erst als ich einen der kleinen Hügel im Stehen nehme, bin ich weg.

DER F****** WECHSEL

Rückenwind auf der Straße zum See – bei Tempo 50 Schuhe ausziehen und schon vor der Brücke fertig sein, da man bei der Einfahrt in Löderburg sehr aufmerksam sein muss. Das Motorrad fährt durch die Menge – keine Absteigelinie. Der Kampfrichter und mehrere Leute die dort stehen, gehen zur Seite. Ok, dann also doch durch den hinteren Eingang. Dann höre ich‘s: „Hey, hier rein“ Ich bin bestimmt 20 m vorbeigefahren, bis ich zum Stehen komme. Mein Hinterrad blockiert und ich bremse mir, wie ich später feststellen werde, meinen Schlauchreifen kaputt. Wütend laufe ich zurück und vor Ärger achte ich nicht darauf, dass ich ja in der ersten Gasse stehe. Laufe die zweite rein und wieder zurück zur ersten. Ich sehe meine Schuhe nicht. Ich fluche. Schuhe an und los. Fischi ist wieder dran und wir laufen zusammen los. Er überholt mich und entscheidet sich für die deutlich sichtbar markierte Kinderlaufstrecke. Unsere geht dezent um die Kurve. Der Kampfrichter hat wie schon der andere offensichtlich auch schwere Arme und lässt sie unten. Ich rufe Fischi hinterher, dass er falsch ist. Ich sehe Ulf absteigen, Matze kommt mir entgegen und Marco kurz dahinter. Das kommt mir alles so kurz vor, dass ich mich schon in wenigen Minuten auf einem zweistelligen Platz sehe. Glücklicherweise ruft mir Marisa hinterher, dass ich „laufen kann“. Das ist gelogen, erinnert mich aber daran, dass ich gerade entnervt, entmutigt und völlig aus dem Konzept geraten dahintrotte. Ich mache mich gerade und laufe los.

5 km Laufen

Das erste Stück durch den Wald nehme ich kaum wahr. Ich bin schon Fünfter, weil die jungen Bengels sofort vorbeilaufen. So richtig habe ich nichts mehr herausfahren können auf den letzten 5-6 km und dazu bestimmt 10-15 Sekunden beim Wechsel verloren. Ich bin pappesatt, komme aber einigermaßen in Tritt. Sie laufen doch nicht so schnell weg, wie ich dachte. Dann kommt der Nächste – Benjamin Klotz. Nicht soo schnell – aber doch zu schnell zum Folgen. Fritze kommt nach knapp der Hälfte und meint, dass ich gut unterwegs bin. Auch Tiger, der etwa einen Kilometer vor dem Ziel vorbeiläuft, beschwert sich, dass es immer schwerer wird, mich einzuholen. Sie haben ein sehr gutes Tempogefühl, ich war tatsächlich beim Laufen eine fette Sekunde schneller als letztes Jahr …
Hinter der Brücke kommt überraschenderweise niemand in Sicht, so dass ich nicht sprinten muss. Ich traue dem Frieden nicht und halte das Tempo trotzdem hoch, so dass ich an Tiger wieder etwas rankomme, der offenbar schon rausgenommen hat, da er nach vorn keine Chance sieht und mich nicht so richtig fürchtet auf der Laufstrecke. Er soll Recht behalten und läuft als Siebenter 12 Sekunden vor mir ins Ziel.

Fazit:

Ich weiß natürlich, dass Fehler passieren, aber wie in den vergangenen Jahren klafft in Löderburg leider eine Lücke zwischen der sehr guten Organisation des Wettkampfes und der Motivation eines Teils der Helfer, was sicher auch daran liegt, dass vor uns schon eine Reihe an Rennen war und der Tag lang ist.

Und sicher ist es nicht das erste Mal, dass ich als Führender die Helfer quasi wecken musste (Ist mir 1992 beim Tanner Harztriathlon im Wald auf der Laufstrecke tatsächlich passiert) – aber heute hat‘s mich dabei mal richtig erwischt. Klar hätte Tiger mich auch noch abgekocht, wenn ich 15 oder 20 Sekunden eher losgelaufen wäre – aber ich hätte zumindest die Spur einer Chance gehabt.

Ich muss mich nochmals bei allen Beteiligten für mein Rumgemotze während der Wechselaktion entschuldigen – habe ich soweit auch nach dem Rennen gemacht. Adrenalin im Blut und Sauerstoffarmut im Kopf sind allerdings keine guten Berater bei der Wortwahl. Man möge mir verzeihen!

Und: ich werde das zum Anlass nehmen, dafür zu sorgen, dass unsere Helfer noch eindringlicher eingewiesen werden. Am Sonntag könnt ihr dann über uns meckern!