gewonnen

Das perfekte Rennen – Altmarktriathlon

Laufstart: Locker fühlt sich anders an … 

Foto: St. Thurmann

Samstag, 11. Juli 2009

Natürlich hatte ich damit geliebäugelt, meinen Sieg von 2007 zu wiederholen und dass der halbe Verein in Zürich startete war auch nicht die schlechteste Voraussetzung. Allerdings hatten mich Jens und Steffen eine Woche vorher am Kyffhäuser vernichtend geschlagen – Jens um schlappe 4 Minuten und auch Steffen war locker vorbeigelaufen – trotz 1500 m Schwimmen. Außerdem war Patrick da, Markus und Ulf meist gefährlich und als ich Cornelius vor dem Start sah, war mein Selbstbewusstsein nicht gerade gestärkt. Den hatte ich noch nie geschlagen. Continue reading

Hitzeschlacht in Wischer, 14. Juli 2007

Eine Runde ist rum – noch 5 km und immernoch vorn …


Wischer, 14. Juli 2007

Das Wetter der vergangenen Tage war ziemlich kühl und wechselhaft, was mir sehr liegt. Und so war ich recht zuversichtlich gewesen. Leider schlug genau am Wettkampftag das Wetter um. Ich war gut in der Zeit, so dass ich beschloss, die Radrunde einmal ganz abzufahren zur Erwärmung. Komplett durchgeschwitzt kam ich zum Auto und war dann auch schon ziemlich spät dran. Also schnell einchecken und einschwimmen. Ich hatte mich auf der Radstrecke so gut in Stimmung gebracht, dass mir beim Vorbereiten in der Wechselzone vor Aufregung die Hände zitterten. Ein gutes Zeichen. Ich schwamm mich ein und schon ging‘s los.

Sehr gut vom Start weggekommen, sortierte ich mich unter den ersten zehn ein. Nach der ersten Boje ging‘s dann in die Perlenschnur über. Vorn Patrick Lücke, dahinter Hendrik Friedrichs, Jörg und Thomas Röver und dann schon ich. Auf der langen Gegengeraden nach der zweiten Boje kam Hendrik von vorn und versuchte sich vor mir reinzudrängeln. Ich hielt kurz gegen, aber er ließ nicht locker. Also gab ich nach und ließ ihn rein. Tiger hatte nicht aufgepasst und so war Patrick weg. Gut für mich, da ich das Tempo nicht hätte halten können. Die Situation war allerdings noch sehr unsicher, da, wer einmal reißen lässt, dass auch nochmal tut. Es kam, wie erwartet. Er ließ wieder reißen und ich reagierte. Zwischensprint über gefühlte 100 m und ich war wieder bei Thomas dran. Nach der ersten Runde blickte ich zurück und sah schon ein Riesenloch hinter mir. Besser konnte es nicht laufen. Ich blieb dran und stieg zusammen mit den Rövers aus dem Wasser. Patrick war schon weg, Tiger wechselte langsam und Thomas vergaß seine Startnummer. So ging ich mit einer Minute Rückstand auf Patrick als Zweiter auf die Radstrecke. Allerdings war mir die Hitze schon beim Lauf zum Wechsel sofort unangenehm aufgefallen.

Patrick kam bald in Sicht und noch weit vor Staffelde fuhr ich vorbei. Er war offensichtlich geschockt, dass ich schon kam, und ich konnte mich schnell absetzen. Die restlichen zwei Runden waren das langweilige und schwere Rennen als Führender, da man keine Orientierung mehr hat. Überrundungen sind wahre Highlights, an denen ich mich aufbauen kann.

Es lief sehr gut aber mein Selbstbewusstsein war nicht gerade sehr groß, da ich bei Hitze früher oder später eingehe auf der Laufstrecke.

Beim Rauslaufen kamen mir dicht beieinander Lars Köhler, Thomas Röver, Stefan Kratzenstein und Patrick entgegen und ich rechnete mir aus, dass ich Dritter werden könnte, da Thomas und Patrick deutlich besser laufen als ich. Im Vorjahr hatte Thomas den dreiminütigen Rückstand schon bis zur Verpflegung kurz vor km 4 zugelaufen. Also bereitete ich mich im Kopf darauf vor, mir Lars Köhler vom Hals zu halten, da er meist nur etwas schneller als ich läuft. Nach der ersten Runde war noch niemand da und auch keiner zu sehen. Ich war verwundert, war mir aber sicher, dass sie gleich kommen. In Arnim rief Micha Dohl mir zu, dass Fritze (Thomas) schlecht aussieht. Ich gab nix drauf – das sagt man so zum Anfeuern – und schlecht sah ich mit Sicherheit auch aus. Zur Verpflegung bei kurz vor km 9 war immer noch niemand zu sehen und ich dachte erstmals über einen Sieg nach. Ich forcierte zur Sicherheit das Tempo – zumindest fühlte es sich so an. Die Hitze war nun wirklich unerträglich und es ging wirklich nicht mehr schnell. Auf der langen Geraden bergab sah ich dann Thomas von hinten kommen. Zweihundert Meter oder so. Ich lief um mein Leben und tatsächlich: Es reichte. Mit einer Laufzeit von 44:42 auf 1o km gewann ich den Altmarktriathlon. Kaum zu glauben! Allerdings lief an diesem Tag auch niemand unter 41 Minuten.

Nach Bergwitz mein zweiter Landesligasieg in dieser Saison. Hammer!

Überraschung in Schwedt

Schwedter Triathlon

Sonntag, 10. September 1989

Ich fragte meinen alten Schulfreund Jörg, der mich schon 1986 zum ersten Kali-Triathlon begleitet hatte, ob er nicht mal wieder Lust habe, mit zu einem Wettkampf zu kommen. Er hatte und wir verstauten mein Rad in seinem Trabi Kombi und tuckerten los. Erwartungen hatte ich keine, bei Rennen irgendwo in der DDR landete ich meist im Mittelfeld. Continue reading