Duathlon

Auf kleinem Blatt gegen den Wind

Vorher oder nachher? Andreas und ich sind guter Dinge.

Tangermünder Duathlon, 3. Mai 2015

Natürlich werde ich weiterhin Wettkämpfe machen – da bin ich wohl letztes Jahr ein wenig falsch verstanden worden. Aber eben nicht so viele und sicher nicht mehr so schnell. Außerdem kann ich’s sowieso nicht lassen und der Einstieg in Halle hatte mir das (trügerische) Gefühl gegeben, doch ganz gut drauf zu sein. Aber da ich nicht mehr auf Cupserien und Ranglisten schiele, fuhr ich doch deutlich entspannter nach Tangermünde als früher. Marisa, Lola und Robinson waren zum Anfeuern mitgekommen und das Wetter war frühlingshaft angenehm. Continue reading

Saisonstart auf dem Hollandrad

Am Schlussanstieg mit dem Damenrad abgekocht: Ja, ich sehe es ein, das ist nicht die feine Art.

Vorrede

Ich bin eigentlich gut durch den Winter gekommen doch leider hat es mir im Januar mal wieder die Schulter rausgehauen. Dieses Mal so verhakt, so dass sie unter Narkose wieder eingerenkt werden musste. Also entschloss ich mich zu dem, was ich bislang zu verhindern versuchte: Eine Schulter-OP. „Da war viel kaputt – ich habe aber alles repariert“ waren die Worte mit denen ich nach der OP begrüßt wurde. Es folgten 6 Wochen Stillehalten, wenn alle anderen dabei sind, sich auf die Saison vorzubereiten. Gut, ein bisschen auf der Rolle und nach ein paar Wochen dann „lockeres Traben“, wurde mir erlaubt. Allerdings hat das tatsächlich vier Wochen lang weh getan, so dass einem die Lust am Training auch ein wenig vergehen kann. Dann aber nach 6 Wochen – genau drei Tage vor dem ersten Duathlon die Freigabe: Ich darf wieder richtig Sport machen. Was also tun? Lust auf Wettkampf war da, aber stellt man sich ohne vernünftiges Training mit einem ziemlich steifen Arm bei einem Windschattenrennen an den Start? Eher nicht. Continue reading

Alter oder Krankheit?

In Führung liegend noch kurz die Konkurrenz gecheckt, um mich dann kontrolliert ans Ende des Feldes durchsacken zu lassen …

Foto: Wolfgang Schulze

Geiseltalduathlon, 21. April 2013

Die Ausrede gleich vorweg: Ich lag über Ostern mit einer Bronchitis um. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so krank war. Das anschließende Trainingslager war dann auch mehr als Kur zu betrachten, denn als vernünftiges Training. Aber nun war alles wieder gut und wegen ein paar Wochen Trainingsrückstand will man sich ja nicht verstecken.

Also ran an die Startlinie und mitgerannt! Continue reading

Auf Schienen durch den Wald

Start zur leicht veränderten Schlammschlacht. Die neue Radstrecke hat mir sehr gut gefallen Nicht nur weil sie länger war!

Schlammschlacht Osterburg, 13. März 2013

Ein eisiger Wind wehte in Osterburg als wir aus dem Auto stiegen. Knapp über Null Grad. Aber trocken. Da wir die Kinder dabei hatten, blieb nicht viel Zeit für eine ordentliche Erwärmung. Marisa und ich besichtigten immerhin die kleine neue Schikane am Anfang der Radstrecke und dann ging es auch schon los.

5,6 km Lauf
In Anbetracht der schlechten Laufform der letzen Wochen wollte ich es etwas ruhiger angehen lassen. Das gelang mir gefühlt auch eine ganze Weile. Mein Puls sagte allerdings was anderes. Ich fand mich recht bald in einer MTC-Laufgruppe aus Ulf, Andreas und Marisa wieder. Das war mir nicht unangenehm, da Ulf und Andreas in der letzten Woche bei unserem Winterserienlauf ja noch ein Stück schneller als ich gewesen waren. So lief ich nicht Gefahr, zu trödeln. Noch auf dem ersten Continue reading

Umgebaut – und schon rollt es wieder

Foto: Zeitfahrhelme machen schön. Das gilt also nicht nur für mich …

Tangermünder Duathlon

Sonntag, 13. Mai 2012

Da hatte ich im vergangenen Jahr also irgendwie zuviel an der Position geschraubt und dabei gar nicht gemerkt, dass ich alles verschlimmbessert habe. Nachdem ich im Geiseltal wie ein Sack Badewannenstöpsel auf meinem Rad saß und mir die Frage gefallen lassen musste, ob ich nicht in Form bin, habe ich alles wieder komplett zurückgebaut und bin erstmal Zeitfahrlandesmeister geworden (bei den alten Männern, versteht sich).

So hatte ich dann etwas Rückenwind, was Tangermünde angeht.

Der erste Lauf ging gefühlt ganz gut, wobei meine Uhr mir verriet, dass das Gefühl täuschte und ich irgendwo bei 4:20 pro km lief. Während ich das kontrollierte, hörte ich von hinten: „Guck nicht immerzu auf deine Uhr, sonst holste die da vorne gar nicht mehr ein“. Ah – Dirk ist also endlich wieder dabei. Er lief vorbei und übernahm das Tempo unserer Gruppe von 5 oder 6 Leuten. Ich konnte sogar dranbleiben und so ging es dann zum ersten Wechsel – einige Meter hinter Dirk. Er trödelte allerdings so sehr, dass er immernoch fummelte, als ich schon die Runde um den Wechselgarten lief. Ich rief ihm noch kurz eine Gemeinheit zu – soviel Zeit muss sein.

Ich hatte keine Ahnung, wie ich im Rennen lag, da ich zwischendurch nicht gezählt hatte. Nach dem 50. Platz beim ersten Lauf in Braunsbedra wollte ich es allerdings auch nicht so genau wissen.

Auf dem Rad blies uns zunächst ein herrlicher Gegenwind ins Gesicht und ich merkte sofort, dass es rollte. Vorher ausgerechnete Überholungen mit alten Duathlon-Gegner klappten schon etwas eher und kam wirklich gut voran. Auf der Zielgeraden vom Wischer-Triathlon kam dann endlich auch Ulf in Sicht (obwohl ich hoffte, dass es Conrad sei, da ich den ja wenigstens ein Mal schlagen wollte) Ulf fuhr wie immer ein straffes Tempo, so dass ich nur sehr langsam herankam. Bis zu den Windrädern dauerte es. Wo war Conrad? Noch vor Rodrigo und Chris fuhr auch er nicht gerade langsam. Erst kurz vor dem Abzweig Staffelde/Tangermünde konnte ich vorbeifahren und wir grinsten uns an. Ich war mir ja einigermaßen sicher, dass der zweite Lauf nicht gerade seine Stärke war, aber er hatte mir beim ersten immerhin über 1:30 min gegeben. Warum sollte er also heute nicht auch beim zweiten Lauf zügig unterwegs sein? Etwas Vorsprung konnte also nicht schaden. Die Brücke über die Bahn vor Hämerten nahm ich erstmal komplett im Stehen, um ihm zu zeigen, dass ich noch gut drauf war, was auch stimmte. Ich kam gut weg. Torsten Blauwitz war der nächste, der in Sicht kam, ich schaffte es aber nicht mehr, ihn zu überholen. Platz 5 wurde mir zum Wechsel angesagt und ich sah gerade Thomas loslaufen. Das war besser als erwartet. Als ich rauslief, wurden Ulf und Conrad kurz nacheinander angesagt und sie liefen los als ich das Stadion verließ. Ok – 300 m Vorsprung. Das war nicht so üppig aber Conrad sollte ich halten können. Ulf hatte ich beim Duathlon sowieso vor mir gesehen und ich rechnete damit, dass er zur Hälfte der Laufstrecke kommen würde. Der erste Kilometer – 4:18 min. Das war erstmal nicht langsamer als die letzten Kilometer der ersten Laufstrecke. Dann 4:17, 4:16 , 4:09 min! Ich wurde nicht nur schneller, sondern mit Ausnahme des allerersten Kilometers, der ja immer von allein geht, war ich tatsächlich schneller als beim ersten Laufen. Chris kam nach knapp 2 km vorbei. Der scheint ja dieses Jahr wieder etwas mehr gemacht zu haben. Doch weiter war niemand zu sehen. Komisch – wo war Ulf? Auf dem Weg zum Stadion kam dann doch jemand schnell näher: Rodrigo. Gut, den würde ich nicht halten können. Aber klar war auch, dass dann weder Ulf noch Conrad kommen würden. Er holte mich eingangs des Stadions und schlug vor, dass wir zusammen reinlaufen. Warum sollte ich das ablehnen – ich hätte ja ohnehin keine Chance gegen ihn. So liefen wir dann zusammen als Sechste über die Linie. Ein Ergebnis, mit dem ich sehr zufrieden sein kann und das den diesjährigen Duathlon-Cup noch ein wenig aufpoliert aus meiner Sicht.

Triathlon kann also kommen!

>>> Bilder von Ilona, Wolfgang und Andreas

Hast du dein Fahrrad geschoben?

Schlammschlacht Osterburg, Samstag, 10. März 2012

… fragte mich Jörg Gehne, als er kurz vorm Ziel an mir vorbeilief und war wohl nicht der einzige, der sich wunderte.

Starten oder nicht starten – das war die Frage. Seit Montag kratzte der Hals und ich dachte, ich komme drumherum. Kam ich aber nicht. Allerdings dachte ich, es sei nur ein bisschen Husten und Schnupfen und wegen sowas hatte ich noch nie mit dem Sport aufgehört. Also hin da – schließlich war es ja auch Pitts Abschiedsveranstaltung als Cheforganisator.

Wenn‘s nicht läuft, nimmste raus und machst ein Training draus, war die Devise. Was aber, wenn man sich nicht sicher ist, ob es nun läuft oder nicht?

Verhalten angegangen und als 28. vom Laufen zurück – das ist nicht ungewöhnlich für mich. Also rauf aufs Rad und eingesammelt! Das fing auch ganz gut an. Aber weiter als bis auf den 18. bin ich nicht vorgekommen. In der zweiten Runde war Schluss mit Einsammeln. In dem Bereich, wo die Lunge pfeift war ich schon lange nicht mehr und irgendwie wollten auch die Beine nicht so wie ich. Als dann zu allem Überfluss Andreas an mir vorbeifuhr, war mir – er möge mir die Schlussfolgerung verzeihen – klar, dass da heute was nicht ganz rund läuft. Ich kündigte ihm großfressig an, dass er ruhig fahren solle und ihn beim Laufen holen würde. Ich kämpfte nun darum, ihn auf der dritten Radrunde nicht aus den Augen zu verlieren. Ich fuhr jede Runde 30 sek langsamer als die vorhergehende und auf dem letzten Kilometer sah ich ihn tatsächlich nicht mehr.

Wenn schon Zeitlupenwettkampf, dann wenigstens Blitzwechsel, dachte ich mir. Der gelang mir auch gut und so konnte ich Andreas schon beim Rauslaufen hinter dem Hügel verschwinden sehen. So ein kleiner Zweikampf ist doch immer Gold wert, gerade wenn man schlecht drauf ist. So merkte ich auf dem ersten Kilometer fast gar nichts und bekam auch den Puls einigermaßen hoch. Nach 1,5 km hatte ich ihn dann und forderte ihn ebenso großfressig von hinten auf, mir den Weg frei zu machen. Er war so verdutzt, dass er nicht mal „zurückbeleidigen“ konnte. :-)

Gleich danach kam Fritze von vorn. Oh, dachte ich, „da hast du ihm wohl Unrecht getan, als du ihm sagtest, dass es selbst für ihn schwer würde, heut vorn dabei zu sein“. Ca. 25 sek dahinter schon Steffen. Ich rief Fritze den Abstand zu und er wusste noch nicht Mal, dass Steffen ihm schon im Nacken saß. Beide liefen um ihr Leben, Steffen hatte aber offensichtlich noch mehr Leben übrig. Es war schwer zu glauben, dass Fritze das halten könnte, wie mir später dann auch bestätigt wurde.

Der Rest ist schnell erzählt: Ich flog den Berg hinauf und wieder runter und raste zurück zum Ziel. Verlor dabei noch ein paar Plätze aber nicht so viele, da in den Zwanzigerplätzen auch kaum noch wer so richtig schnell unterwegs ist. Platz 22 – nojo.

Fazit: Jetzt muss ich wohl doch die ganze Cupserie mitmachen, obwohl ich mir dieses Mal gar nicht sicher war, ob ich die Klatsche in Braunsbedra brauche, die ich mir da jedes Jahr abhole. Aber Conrad wollte das Duell und nun soll er es haben. (Obwohl ich nicht so richtig weiß, wie ich ihn in seiner derzeitigen Form schlagen soll – aber das muss er ja nicht wissen.) Und vielleicht regnet oder schneit es ja in Braunsbedra und Tangermünde – dann geht immer was!

Bilder gibt es erstmal nur auf www.magdeburgertc.de