Arendsee

Es geht immer noch schlimmer

Arendseetriathlon, 10. August 2013.

Was hatte ich doch für ein gutes Gefühl vor dem Rennen. Schwimmen fühlte sich gut an, Rad lief sehr gut in den letzten Wochen und bei unserem privaten kleinen Otte-Triathlon bin ich bei über 30 Grad für meine Verhältnisse sensationell gelaufen. Das Wetter war wechselhaft und nicht so warm angesagt. Also konnte es losgehen.

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Arendsee – Platz 4 trotz Formtief

Andreas, Conrad, Norbert und ich (v.r.n.l) – bereit für den Olympischen

Arendseetriathlon

Samstag, 11. August 2012

Urlaub ist kein Trainingslager. Die Erfahrung, dass ich nach dem Urlaub nicht so gut drauf bin, habe ich in den letzten Jahren immer wieder gemacht. So hatte ich dieses Jahr von vornherein beschlossen, nicht in Arendsee zu starten. Dann konnte ich es aber doch nicht lassen. Es gab mehrere Gründe, nicht auf einen Start zu verzichten: Ulf war vor mir in der Rangliste, obwohl ich ihn in jedem Rennen besiegen konnte. Aber er hatte in Kelbra, wo ich nicht am Start war so gut gepunktet, dass er mich überholt hatte. Heute war er nicht am Start – so dass ich „zurückschlagen“ konnte. 94, 5 Punkte, um Bergwitz in ein Streichresultat umzuwandeln. „Na das werde ich doch wohl schaffen“, dachte ich mir so … Außerdem wollte ich die RIEMER/MTC-20-Punkte-Serie nicht versauen. Fritze und Tiger hätten ja allein keine 20 machen können. Und schließlich hatte ich mich überzeugen lassen, dass man sich das mit der veränderten Radstrecke erstmal angucken sollte, bevor man sich eine Meinung bildet.

So nahm ich also nach 5 Stunden Urlaubsrückfahrt, Auto bis nachts um eins ausräumen, frühmorgens mein Zeitfahrrad dreckig von der Wand, packte einen Lappen und Öl ein und setzte mich ins Auto nach Arendsee, um nachzumelden. Schnell informiert, was alles anders ist, Rad geputzt und geölt, warmgefahren. NAJA! Gute Beine fühlen sich anders an.

1.500 m Schwimmen

Ich hielt mich ganz links schön aus allem Gedränge heraus und fand sehr schnell meinen Rhythmus. Da ich mich gut fühlte, war mir klar, dass ich zu langsam schwamm. So schaute ich mir die Gruppe an, die etwa 15 m vor mir war und beschloss hinzuschwimmen. Das ging auch recht gut und ich war recht bald dran. Hinterhängen wäre dämlich, wenn ich so leicht rangekommen war. Während ich nebenher schwamm, testete ich, mit welcher Beinschlagvariante ich heute schneller war und tatsächlich machte ich mit weniger Beinschlag mehr Boden gegenüber meinem Nebenmann gut als mit mehr. „Super“, dachte ich mir, strengt ja auch nicht so an. Ich erkannte, dass ich gerade Maik überhole und hatte kurz die Hoffnung, dass auch die Rövers in der Gruppe sind. Weiter vorn – schon weit mehr als 50 m sah ich das Wasser bis zum Himmel spritzen. Das konnte nur Franzi sein und da würden sie natürlich dranhängen. Schade! Aber außer dieser Gruppe war da keiner mehr. In meinem Übermut erhöhte ich das Tempo und versuchte auch da wieder ranzukommen, was aber nicht so recht gelingen wollte. Im Gegenteil. Während die vorn wegschwammen, schlug mir einen Hand auf den Fuß. Aha- die hingen jetzt also hinter mir. Gegen Ende der Schwimmstrecke erhöhte ich wieder das Tempo und sah die Ersten aus dem Wasser steigen. Das musste schon mehr als eine Minute sein. Um so erfreuter war ich beim Rauslaufen, dass die Gruppe hinter mir hatte reißen lassen. Das waren zwar nur 15 m – aber immerhin.

 

40 km Rad

Schnell aufs Rad und ab die Post. Erst auf der langen Geraden zur ersten Abbiegung nach Schrampe konnte ich vor mir wen sehen. Hm, da würde ich ganz schön reintreten müssen. Franzi hatte ich bald und an der ersten Wende sah ich dann, dass hinter Tiger und Fritze noch Hendrik Friedrichs war. Ich war also Vierter. Hinter mir Cornelius Wermann, dann Maik, einer den ich nicht kannte und dann mit gut 2 min Rückstand Tony Hebsacker, von dem ich bis dahin nichtmal wusste, wie er Rad fährt oder läuft, weil ich ihn noch nie so weit vorn bemerkt hatte. Erst nach 3 min kamen die ersten, denen ich irgendwie zutraute, mir gefährlich zu werden: Jens Eckhardt, Dirk Mädicke und Uwe Köhn. Die aber schon mit 3, 4 und 5 min Rückstand. Mir war also schon nach 10 km Rad klar, dass ich heute Dritter oder Vierter werden würde, wenn ich nicht besonders gut oder besonders schlecht drauf sein würde. Besonders gut schied schonmal aus, da sich das Radfahren überhaupt nicht gut anfühlte. Ich kam zumindest an Hendrik ran und schnappte ihn mir noch vor dem Ende der ersten Runde. 35 sek auf die Spitze wurde mir zugerufen, naja, geht doch. Meist geht es ja auf dem zweiten Teil der Radstrecke besser und so trat ich rein und wartete auf Besserung. Hendrik ließ recht bald reißen aber noch vor der nächsten Wende kam Cornelius vorbei. Ok, dann wird es der Vierte, war mir sofort klar. Und es wurde nicht besser. An die Spitze war ich nicht weiter rangekommen aber nach hinten waren die Abstände noch größer geworden. 4 min auf Dirk, mittlerweile 6 auf Uwe. Das sollte ja wohl reichen. Nach der zweiten Runde hatte ich wieder 5 sek auf die beiden vorn verloren. Jetzt wurde es aber richtig hart. Der Akku war leer, meine Beine Blei, mein Rücken tat weh, ich fuhr viel im Stehen und hatte dass Gefühl, dass gleich alle von hinten vorbeirollen und Jörg Gehne wieder fragt, ob ich mein Rad geschoben hätte. Nach der letzen Wende überprüfte ich wieder die Zeiten und Dirk hatte 10 sek gutgemacht. Die anderen waren sogar noch ein wenig zurückgefallen. Na gut ich litt also bei noch recht passabler Geschwindigkeit. Ich brachte es mit aller Kraft zu Ende und freute mich tatsächlich aufs Laufen, obwohl ich wusste, dass das eigentlich nichts Gutes werden konnte. Der Wechselraum war elendig lang und ich lief also als Vierter raus. Der Vorteil der alten Runde war, dass man beim Rauslaufen den Vorsprung auf die Verfolger kontrollieren konnte. Das ging nun nicht mehr, weil es gleich runter zum See ging. Dafür hatte mich aber auch keiner meiner Verfolger im Blick. Eigentlich besser.

10 km Laufen

Natürlich waren die Beine auch beim Laufen nicht gut. Hätte ja sein können, war aber leider nicht. Die ersten Kilometer in 4:16 min. Das war nicht so toll – aber auch noch kein Beinbruch. Wer vier Minuten Rückstand zulaufen will, muss erstmal 24 sek schneller sein pro km. Das traute ich aber nur Jens und Uwe zu und die hatte ich zuletzt bei über 5 min gesehen. Also 3:46 im Schnitt für die beiden. Nee, dass müsste reichen. Und wie ich das so dachte, hatte ich nach einem schnelleren Kilometer auch schon den ersten verbummelt. Also konzentriert die Beine in die Hand und weiter. Glücklicherweise war es im Schatten noch angenehm kühl. Auf der Freifläche auf der Gegenseite des Sees knallte die Sonne und ich war froh, als ich wieder in den Wald eintauchte. Im wahrsten Sinne des Wortes: Die kleinen Ab- und Anstiege machten mir unglaublich zu schaffen und ich war heilfroh endlich wieder in Arendsee zu sein, wo ich wusste, dass nur noch flache Wege kommen würden – bis auf den Schlussanstieg. Nachdem ab dem 2. oder 3. Kilometer alle Kilometerschilder etwa 500 m zu früh kamen, war nach km 9 Schluss. Kein Schild mehr. Aber noch jede Menge Strecke. Ich stellte mir vor, wie sich dass jetzt anfühlt, wenn man die Strecke nicht kennt. Vom 9-km-Schild waren es nach meiner Uhr nochmal 1,8 km. Da war ich nicht der einzige, dem der letzte Kilometer etwas lang wurde. Dann kam „endlich“ der Berg. Geschafft! Ich war auf der Zielgeraden – vor mir niemand, hinter mir niemand. Keinen Platz auf der Laufstrecke verloren und mit der schlechtesten Form des Sommers Vierter. Da muss man doch zufrieden sein! Tiger gewinnt vor Fritze und Cornelius, der mich mit einem Grinsen im Ziel empfing, weil ich ihn bei unserem letzten Aufeinandertreffen ordentlich abgekocht hatte. Aber für den hätte es heute wahrscheinlich auch in besserer Form nicht gereicht.

Alles in allem ist Arendsee doch noch Arendsee geblieben. Ich hatte schon befürchtet, dass viele Verschlimmbesserungen den Wettkampf kaputtmachen würden. Die Idee, dass die Queen am Schwimmziel abfährt fand ich sehr gut. Das mit dem Hin und Her zwischen den Wechselräumen und das mit den Bussen war schon ganz schön anstrengend, wenn man vor allem sein Rennen im Kopf hat. Die alte Radstrecke hat mir besser gefallen. Sicher ist es für die Zuschauer interessanter – aber an den Zeitstrafen sieht man doch, dass der eine oder andere etwas überrascht vom Überholverbot war. Ich hatte Glück und hatte freie Fahrt. Aber man verbringt ja doch schon einige Zeit auf der Marktrunde. Und wenn ich da ums Treppchen kämpfend warten muss, weil ich jemanden nicht überrunden darf, der sein Rad um die Kurven trägt, würde ich das ganz schön komisch finden. Entweder es geht „um die Wette“ oder nicht. Und dann möchte ich an der „attraktivsten Stelle“ auch schnell fahren dürfen. Andere richten auf solchen Kursen Radrennen aus.

Dass dann die Kampfrichter bei Philipp nichtmal den Mumm hatten, die Zeitstrafe zurückzunehmen als er eine Fotoserie zum Beweis lieferte, ist nicht Schuld des Veranstalters aber eine logische Folge dieser Streckenführung. Und das ist schade.

Aber höchstwahrscheinlich werde ich nächstes Jahr wieder am Start stehen …

Bilder von Ilona und Wolfgang Ronge

 

Sechster!

Foto: Matthieu holt sich den Gesamtsieg und den Landesmeistertitel. Glückwunsch!

Arendseetriathlon

Sonntag, 14. August 2011

Die erste Nachricht des Tages war: Das Schwimmen ist auf 1.000 m verkürzt, weil der See 17 Grad hat. Das fand ich zunächst mal ziemlich lächerlich, da Pitt eigentlich dafür bekannt ist, wenn es nur irgendwie geht, den Neo ganz zu verbieten. Eigentlich ist es mir egal, wie weit geschwommen wird, da ich die meiste Zeit auf den ersten 500 m verliere, danach kaum noch was. Somit konnte mich das nicht aus dem Konzept bringen, zumal ich aufgrund meiner durchwachsenen Saison ohnehin nicht mit der größten Motivation angereist war. In der Meisterschaft waren wir auch durch und Landesmeister würde ich sicher nicht werden – zumindest nicht insgesamt, dafür sind ja schon die Rövers zu stark und TTT hat mich zuletzt auch immer komplett abgekocht. Ich hatte vorher nichtmal in die Startliste gesehen. Als ich dann unter anderem Marcel, Cornelius, Patrick und Matthieu sah, bereitete ich mich im Kopf schon auf einen zweistelligen Platz vor.

Höchstens 900 m Schwimmen

Also rauf auf den Dampfer. Das Wasser war wie erwartet angenehm. Ich entschied mich, ganz rechts zu starten, schließlich kam ja der Wind von rechts. Der See war allerdings glatt und den Wind merkte man nicht. Also ideale Bedingungen. Ich kam sehr gut weg und ebenso gut in meinen Rhythmus. Ich entschied, mich nicht einzuordnen, als die „Linksstarter“ näher kamen, sondern mein Tempo allein zu schwimmen. Vor mir meinte ich, Tiger am Schwimmstil zu erkennen und der relativ geringe Abstand beruhigte mich. Leider sah ich Maik nicht, mit dem ich zuletzt immer geschwommen war. Ich beschloss, dass er bestimmt hinter mir sei, da ich mich ja so gut fühlte. Mein Gefühl trügte nicht: Die Gruppe mit Tiger, Fritze und Matze stieg 20 sek vor mir aus dem Wasser und Maik hatte sag und schreibe 40 sek verloren. Auf dem Weg nach oben fragte ich drei oder vier Leute, auf welchem Platz ich liege und es konnte mir keiner sagen. Das heißt auf Deutsch: Du bist so weit hinten – soweit zählt hier keiner. Kurz bevor ich mich darüber so richtig ärgern konnte, wurde mir doch noch zugerufen, dass ich Elfter bin, die Ersten aber schon zwei Minuten weg sind. Meine Fresse – zwei Minuten!

40 km Rad

Als ich aufs Rad stieg, sah ich Matze direkt vor mir und noch im Ort auch schon zweimal MTC-Farben. Ach schön! Wieder fuhren sie aber so schnell los, dass ich erstmal gar keinen überholte. Dann nach der 90 Grad Rechtskurve ging es aber los: Selbst Martin hatte als Drittschnellster nur gut 45 Sekunden auf mich rausgeschwommen. In kurzer Folge konnte ich Matze, Thomas Barrasch, Patrick, Franzi, und dann endlich auch die Rövers überholen, die ihrerseits schon ordentlich überholt hatten. So war ich kurz hinter Schrampe schon bis auf Platz drei vorgefahren. Mein Transponder hing etwas locker am Fußgelenk und ich überlegte gerade, wo ich den verstauen würde. Ich hörte Fritze noch von hinten irgendwas rufen. Als ich das nächste Mal nach unten sah, war der Transponder schon weg. Sch… Umkehren geht gar nicht. Also weiter. Ich wusste allerdings nicht, ob ich nun Zweiter oder Dritter war. Gar nicht viel später sah ich dann in der Ferne das Führungsfahrzeug mit EINEM dahinter. Aber so richtig schnell kam ich nicht näher. Kurz vor der Wende sah es dann gut aus. An der Wende war ich vielleicht noch 100-150 m dahinter und es waren doch zwei. Thomas Schmidt – den ich bis dahin noch gar nicht kannte – hatte irgendein Problem an der Wende. Wahrscheinlich Kette runter oder sowas. Das wird ihn am Ende den Sieg gekostet haben. Kurz bevor ich dran war, fuhr er weiter. Ich holte ihn mir praktisch im Beschleunigen. Dann nur noch Matthieu. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich ihn dann endlich überholt habe, ich war damit beschäftigt, die Abstände zu checken. Viele kamen mir in Zweier- oder Dreiergrüppchen entgegen und kein Kampfrichter weit und breit. Erst irgendwo im Mittelfeld dann ein Motorrad. Am Ende gab es eine einzige Zeitstrafe – auch das ist lächerlich im Vergleich zu den Sofort-Disqualifikationen in Stendal.

Ich konzentrierte mich auf mein Rennen, nachdem ich mir ungefähr ausgerechnet hatte, was ich werden könnte. Der Vorsprung war nicht wirklich groß und es waren einige, die weniger als 5 min nach mir vom Rad kommen würden und schneller laufen als ich. Somit war ich mir immernoch nicht sicher, unter die ersten Zehn zu kommen. Aber es lief unvermindert gut auf dem Rad und es stellten sich auch keine Schwächephasen oder Selbstzweifel ein. Leider fuhr das Führungsfahrzeug ordentlich weit vor mir. Keine Chance auf Windschatten. Der Wind war schwach, aber genau wie vorhergesagt. Somit die letzten zehn Kilometer Rückenwind. Der war aber längst nicht so stark wie in den letzten Jahren. An 50 km/h war nicht zu denken. Gerademal 45 waren drin. Trotzdem lag ich ungemein gut in der Zeit und nahm den „Schlussanstieg“ nochmal komplett im Stehen mit Kette rechts. Das lockert die Beine und ein Berg tut auch weh, wenn man ihn langsam hochfährt, nur eben länger. Die Stunde würde ich unterbieten – das stand fest. Die größte Überraschung stand noch bevor: Wie fühlen sich die Beine beim Laufen an? Aber erstmal durch diesen elendig langen Wechselraum. Barfuß über Beton und teilweise Kopfsteinpflaster. Aber alles ging gut. Schuhe an und los!

10 km Laufen

Schon im Wechselraum kamen mir Matthieu und Thomas entgegen. Die würden gleich kommen. Aber erstmal als Führender durch die Zuschauer, das fühlt sich gut an. Die Beine auch. Auf dem Weg zum See kamen mir noch so einige entgegen. Ich konnte es gar nicht so schnell mitzählen. Es war vor allem keiner dabei, der langsamer läuft als ich. Schon auf dem ersten Kilometer kamen die beiden dann vorbei. Bei Kilometer 3 oder 4 dann auch schon die Rövers. Was sollte das werden? Ich stoppte die Kilometer mit und lag gar nicht so weit über vier Minuten. Tiger kam nicht so richtig weg. Er sah nicht gut aus. Fritze viel besser. Nach der 5-km-Verpflegung war Tiger dann plötzlich doch weg. Ich versuchte das Tempo zu forcieren, waren ja nicht mal mehr 5 km. Marcel kam dieses Jahr immerhin etwas später als im letzten Jahr. Vielleicht war ich ja doch nicht so langsam? Nachdem ich auf den ersten Kilometern ordentlich mit den Oberschenkeln zu tun hatte – eindeutig vom Dicke-Gänge-fahren – waren die Beine nun lockerer aber Seitenstiche kamen. Hatte ich auch lange nicht. Ich trank trotzdem an jeder Verpflegung. Auf den letzten drei Kilometern verliere ich in Arendsee immer die meisten Plätze. Vielleicht könnte ich ja heute mal was dran ändern. Noch war keiner zu sehen. Ich rannte, was die Beine hergaben. Matze überholt mich immer auf dem letzten Kilometer. Heute nicht! Kurze Schwimmstrecke – wo bleibt eigentlich Steffen? Und Patrick hatte ich doch auch noch reinfahren sehen und Cornelius. Ich war einerseits darauf gefasst, dass demnächst 5-6 Mann an mir vorbeirennen und andererseits fest entschlossen, keinen mehr vorbeizulassen. Ich lief am Anschlag. „Nach hinten keiner zu sehen“, war die einhellige Meinung der Zuschauer. Ich rannte diesen Drecksberg hoch, was ich nur konnte und drehte mich oben um. Tatsache sah ich den Posten noch den Arm heben, um meinem Verfolger den Weg zu zeigen. „Wie lange braucht man, um diesen Berg hochzulaufen?“, fragte ich mich. Ich schnaufte dem Ziel entgegen. Man erkennt am Beifall der Zuschauer, ob es knapp ist oder nicht. Ich achtete genau auf die Zuschauer. Sie lächelten – es könnte also reichen. Meine Beine drohten mir wegzusacken – ich entschloss mich, nochmal nach hinten zu gucken. Das sollte reichen! Ich nahm einen kleinen Schritt raus und lief ins Ziel. Gerade mal 13 sek vor Sebastian Schrader und nochmal zwanzig vor Patrick! Sechster! Wer hätte das gedacht? Ich nicht.

Schicke Bilder von Katrin >>>