Bergwitz – LM Sprint

Foto: Thomas vor Tiger und Bombe – in der AK 30 ein perfektes Bild für den MTC

Sonntag, 21. Juni 2009

Aus meiner Sicht lief es ganz gut beim Schwimmen. Ich stieg ein paar Meter hinter den Rövers aus dem Wasser und lief in den Wechselgarten. Leider in die falsche Reihe. Ich hatte mich vor dem Rennen von Marisa überreden lassen, mich doch noch zu ihr zu stellen und das war eben ein paar Reihen weiter als da, wo ich immer stehe. Ich war komplett von der Rolle und lief auch noch in die falsche Richtung. Bis mir endlich klar wurde, was passiert war, vergingen bestimmt 20 Sekunden. Dann rauf aufs Rad und mit Wut im Bauch als ungefähr Zehnter auf die Strecke.

Vom harten Durchgreifen der Kampfrichter, das Martin Vibrans angekündigt hatte, war nichts zu sehen. So überholte ich den Dreierzug der jungen Hallenser schon ziemlich angesäuert. Einen guten Kilometer vor der Wende überholte ich Axel Zielke und übernahm die Spitze. An der Wende sah ich dann das Dilemma: Mehrere große Gruppen rollten von hinten heran. Vorn jeweils ein Gelber vom MTC. Kurz hinter mir kamen Bombe und Tiger und ein paar andere. Ich nahm die Beine hoch und wartete. Als Bombe vorbeikam, sahen wir uns nur kurz an und wussten, was zu tun war. Bombe erhöhte das Tempo, ich hinterher und sofort war keiner mehr dran. Es folgte ein Paarzeitfahren bis zum Ziel mit 45-47 km/h, was uns ungefähr eine Minute Vorsprung beim Wechsel brachte. Nicht genug, wie wir beide wussten.

Bombe wechselte schneller, ich lief wieder zum falschen Platz! Aber ich hatte gute Beine und holte ihn nach zwei Kilometern ein. Wir liefen hintereinander und wechselten uns ab. Die Kilometerzeiten lagen knapp unter 4 min, was ziemlich gut für uns beide ist. Aber gegen Ende der ersten Runde kam Zielke und dann nach und nach die Rövers, Wolfram und Pasemann und kurz vor der Zielgeraden auch noch der junge Matthieu Roy vorbei. Als er schon 10 Meter Vorsprung hatte, gingen wie auf die Zielgerade wo Inge und Dietzi standen und mich mit großen Augen ansahen und mir zu verstehen gaben, dass ich den nicht vorlassen sollte. Ich dachte, dass ich ja mal versuchen könnte und zog den Sprint an. Und – tatsächlich: Es klappte und ich gewann den Sprint knapp. Platz sechs zurückerobert!

30. Unitriathlon – und wieder Zehnter

Unitriathlon, 14. Juni 2017

Start zum Unitriathlon 2017
Schön aufgereiht: Start zum Unitriathlon 2017

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so spät in die Saison gestartet bin. Kein Duathlon, keine Radrennen. Gerade Mal ein MTB-Rennen, wo ich aber Platten hatte und mich auch nicht so gut gefühlt hatte wie im letzten Jahr. Ich hatte also keine Ahnung, ob ich gut drauf bin oder nicht.

Zum 28. Mal fuhr ich zum Unitriathlon. Diesmal mit dem Rad. Startnummern geholt und eingecheckt hatte ich schon kurz vor drei mit Andreas als einer der Ersten und so stand mein Rad sehr gut am Anfang einer Reihe. Falko war auch schon da und stand mit seinem Bus an seinem Stammplatz wo sich jedes Jahr einige derer treffen, die schon immer dabei sind. Wir fuhren aber nochmal nach Hause,

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Havelhammer mit schweren Beinen

Havelhammer, 16. Juli 2016

Der vierte Wettkampf innerhalb von vier Wochen. Ich fühlte keine Spur von Anspannung, Nervosität oder irgendwas, was man sonst vor Wettkämpfen so kennt. Es fühlte sich ein bisschen so an als würde ich zur Arbeit gehen – aber nicht zum Wettkampf. Aber ansonsten fühlte ich mich gut. Und so konnte es losgehen.

1.500 m in der Havel

Meine neue Geheimtaktik zur Verhinderung von Panikattacken sieht es vor, langsam anzugehen und Puls und Atmung allmählich hochzutreiben. Das hatte in Wischer letzte Woche gut funktioniert und so wollte ich es auch wieder probieren. Das Feld war nicht so groß, ich orientierte mich links, um nicht ins Gewühl zu geraten und Start! Mit Neo und Continue reading

Uni-Triathlon – Platz 10

Uni-Triathlon, 15. Juni 2016

Nachdem ich im letzten Jahr mit denkbar schlechter Vorbereitung 16. geworden war und ich dieses Jahr hingegen 2 Monate Elternzeit im Frühjahr hatte, war ich einfach besser vorbereitet. Das stand fest. Allerdings hatte ich 2015 auch besonderes Glück (ich schwamm z.B. die gesamte Strecke an Marie Alerts Füßen) und ein extrem gutes Rennen. Würde das also so leicht zu toppen sein? Continue reading

14. in Wischer

Zusammen mit Ecki auf dem Weg zur Radstrecke

Altmarktriathlon in Wischer, 12. Juli 2015

Nachdem ich im letzten Jahr kaum Wettkämpfe bestritten hatte, war Wischer nun das erste längere Rennen seit zwei Jahren. Die Erwartungen waren nicht besonders hoch, die Aufregung galt wohl eher der zu erwartenden Anstrengung. Das Wetter war angenehm kühl nach dem Hitzerennen in Roßbach eine Woche zuvor. Also los! Continue reading

Platz zehn in Bergwitz

Du wolltest doch aufhören …

Letztes Jahr hatte ich hier beschlossen, mich aus dem Ligageschehen zurückzuziehen und dieses Jahr stehe ich wieder an der Startlinie. Klar, dass ich da einige Fragen beantworten musste. Ich genoss einfach die vielen netten Gespräche.

Bergwitz ist für mich ohnehin immer was Besonderes. Schon seit über 20 Jahren starte ich hier und habe alle angebotenen Distanzen – Halbdistanz, Olympisch, Sprint mitgemacht. Und sogar schon zwei Mal gewonnen – ja, ja, lang ist’s her. Ich weiß. Continue reading

Ich kann’s einfach nicht lassen …

Endspurt: Martin Wille vom USC treibt mich voran und hilft mir ungewollt, Christian Damboldt noch einmal zu schlagen. Es wird immer knapper.

Vorher

Ich war mir letztes Jahr so sicher, dass es mir mir nur noch bergab geht. Enttäuschende Ergebnisse, nachlassende Leistungen, Verletzungen und immer wieder die ausgekugelte Schulter. Die Entscheidung mich vom Ligabetrieb zurückzuziehen, erschien mir wie eine Erlösung und das Zuschauen und Fotografieren machte mir die restliche Saison echt Spaß. Klar habe ich immer mal wieder überlegt, wo ich denn heute im Feld gelegen hätte – aber es hat mich nicht wirklich gejuckt. Continue reading

Auf kleinem Blatt gegen den Wind

Vorher oder nachher? Andreas und ich sind guter Dinge.

Tangermünder Duathlon, 3. Mai 2015

Natürlich werde ich weiterhin Wettkämpfe machen – da bin ich wohl letztes Jahr ein wenig falsch verstanden worden. Aber eben nicht so viele und sicher nicht mehr so schnell. Außerdem kann ich’s sowieso nicht lassen und der Einstieg in Halle hatte mir das (trügerische) Gefühl gegeben, doch ganz gut drauf zu sein. Aber da ich nicht mehr auf Cupserien und Ranglisten schiele, fuhr ich doch deutlich entspannter nach Tangermünde als früher. Marisa, Lola und Robinson waren zum Anfeuern mitgekommen und das Wetter war frühlingshaft angenehm. Continue reading

Saisonstart auf dem Hollandrad

Am Schlussanstieg mit dem Damenrad abgekocht: Ja, ich sehe es ein, das ist nicht die feine Art.

Vorrede

Ich bin eigentlich gut durch den Winter gekommen doch leider hat es mir im Januar mal wieder die Schulter rausgehauen. Dieses Mal so verhakt, so dass sie unter Narkose wieder eingerenkt werden musste. Also entschloss ich mich zu dem, was ich bislang zu verhindern versuchte: Eine Schulter-OP. „Da war viel kaputt – ich habe aber alles repariert“ waren die Worte mit denen ich nach der OP begrüßt wurde. Es folgten 6 Wochen Stillehalten, wenn alle anderen dabei sind, sich auf die Saison vorzubereiten. Gut, ein bisschen auf der Rolle und nach ein paar Wochen dann „lockeres Traben“, wurde mir erlaubt. Allerdings hat das tatsächlich vier Wochen lang weh getan, so dass einem die Lust am Training auch ein wenig vergehen kann. Dann aber nach 6 Wochen – genau drei Tage vor dem ersten Duathlon die Freigabe: Ich darf wieder richtig Sport machen. Was also tun? Lust auf Wettkampf war da, aber stellt man sich ohne vernünftiges Training mit einem ziemlich steifen Arm bei einem Windschattenrennen an den Start? Eher nicht. Continue reading

Ein Sieg! Juhu ein Sieg!

Vor etlichen Wochen kam Steffen mit der Idee, mal irgendwo als Staffel zu starten, wo wir beide als passabler Radfahrer bzw. Läufer uns noch einen richtig guten Schwimmer suchen und dann aber jeder in seiner schwächsten Disziplin startet. Einfach so. Nach einigem Fragen und Überlegen war es dann Marta. Und kurz darauf fragte mich Steffen, ob wir nicht lieber zwei Staffeln machen wollen, wenn wir schonmal da sind. Einmal Marta, Grammi, Steffen und einmal Steffen, Marta, Grammi. Kurz drüber nachgedacht – klar das funktioniert – bin dabei! Continue reading

Endstation Bergwitz

Bergwitztriathlon, Samstag, 21. Juni 2014.

Vorher:

Seit Beginn der Saison ist der Wurm drin. Erst die Rückenschmerzen, die glücklicherweise wieder weg sind, die Schulter mal wieder ausgerenkt, dann der Sturz in Seeburg, letzte Woche eine Rippe gebrochen oder zumindest angebrochen. Es nimmt kein Ende. Dazu muss ich der Tatsache ins Auge sehen, dass ich mit 46 bei gleichem Trainingsaufwand nur noch langsamer werde. Eigentlich habe ich – das Laufen mal ausgenommen – gut trainiert und es gibt außer den aufgezählten Kleinigkeiten, die mich aber im Wettkampf kaum behindern, keine Ausreden. Und irgendwie lässt nun nach 29 Jahren mehr oder weniger intensiven Trainings die Motivation nach, in jeder freien Minute zu trainieren, meinen Kindern ständig zu erklären, dass ich noch in die Schwimmhalle muss oder auf die Rolle. Ebenso habe ich keine Lust mehr, den ganzen Sommer nach Wettkämpfen auszurichten. Seit einigen Wochen trainiere ich schon nur noch, wenn ich Lust habe und als ich hörte, dass Arendsee ausgebucht ist, keimte so langsam der Gedanke, da einfach nur zum Zuschauen hinzufahren. Ich fand Gefallen an dem Gedanken und beschloss, noch einen Schritt weiter zu gehen: nämlich die Saison und damit auch meine Zeit als leistungsorientierter Triathlet mit dem Rennen in Bergwitz zu beenden. Continue reading

Laufen läuft nicht

27. Uni-Triathlon

Es scheint eine der größten Herausforderungen unserer Zeit zu sein, einen Wetterbericht für den Barleber See zu erstellen. So war bis Dienstag auf Wetter.com immer schönes Wetter für den Mittwochabend vorhergesagt. Am Mittwochvormittag schlug die Prognose dann auf Gewitter ab 17 Uhr um. Tatsächlich regnete es dann mittags und abends schien die Sonne. Soviel für die Erinnerung, wenn wir das hier in 20 Jahren nochmal lesen. Continue reading

Abflug

Seeburg Heroes, 31. Mai 2014

Neues Jahr, neues Glück? Der erste Wettkampf des Jahres ist ja immer spannend. Wenn es ein ganz neuer ist, dann um so mehr. Ich hatte seit mehreren Jahren schon keinen Triathlon mehr gemacht, den ich noch nicht kannte. Nun also Seeburg. Marisa und ich hatten es ganz schön eilig am Morgen, da wir beide starten wollten. Und so mussten wir unsere beiden Kinder an zwei verschiedenen Stellen abgeben – nicht so früh (wer nimmt schon Samstags gern vor um 8 Uhr Kinder entgegen). Gerade Mal zwei Stunden vor dem Start in Magdeburg losgefahren – die Startpässe hatte Andreas schon dabei, so mussten wir uns nicht um die Meldung kümmern. Alles gut gefunden – die Wege sind ja kurz vor Ort – aber richtig warmfahren war nicht mehr drin. Lieber noch einschwimmen, das erschien mir wichtiger bei einem Windschattenrennen. Continue reading

Saison geschafft

Löderburg, 25. August 2013.

Selten habe ich das Ende einer Saison so herbeigesehnt wie in diesem Jahr. Seit Wochen tat mir der rechte Fuß nach jedem Lauf weh und der linke gesellte sich auch langsam dazu. Dazu die Rückenprobleme von Arendsee. Laufen hatte ich erstmal auf Sparflamme gesetzt – viel schlechter würde es kaum werden und das mit dem Rücken kam ja in Arendsee erst nach etwa 20 km und mehr würden es ja heut nicht werden. Einzig Schwimmen lief unerklärlicherweise recht gut. Continue reading

Es geht immer noch schlimmer

Arendseetriathlon, 10. August 2013.

Was hatte ich doch für ein gutes Gefühl vor dem Rennen. Schwimmen fühlte sich gut an, Rad lief sehr gut in den letzten Wochen und bei unserem privaten kleinen Otte-Triathlon bin ich bei über 30 Grad für meine Verhältnisse sensationell gelaufen. Das Wetter war wechselhaft und nicht so warm angesagt. Also konnte es losgehen.

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