Halle-Triathlon

Foto: MTC mit zwei Teams am Start. Gelungene Premiere für beide: Platz 1 und 7

MTC auf Eins

Dienstag, 24. Mai 2011

Wir rätselten noch, ob der See nun kälter als im letzten Jahr sei oder nicht, da kommt als erstes die Nachricht: Neoprenverbot! Helle Aufregung! Vor allem bei Oberfrostbeule Fritze. Beim Einschwimmen wurde allerdings schnell klar, dass das Wasser tatsächlich recht warm war. Mir war‘s eigentlich recht, so konnte ich gleich mal testen, ob mein Schwimmtraining im Winter was gebracht hat.

Der Startschuss kam unvermittelt, ich stand aber gut und kam auch gut weg. Karsten, der neben mir stand, war mal wieder sofort weg, so dass ich erstmal ein wenig orientierungslos versuchte, mein Tempo zu finden. Ich hatte irgendwie das Gefühl, ziemlich weit hinten zu sein, ließ mich aber davon nicht beirren und fand einen guten Rhythmus. Nach einiger Zeit sah ich vor mir jemanden im MTC-Einteiler und schwarzer Badekappe. So sah Karsten aus – aber der Schwimmstil passte überhaupt nicht. Ich brauchte ewig, bis mir einfiel, dass das ja Ulf sein müsse. Ok, der schwimmt dieses Jahr recht gut und ohne Neo sowieso, so dass ich gar nicht so schlecht liegen konnte. Nach einem kurzen Versuch, vorbeizuschwimmen, entschied ich mich doch, dahinter zu bleiben und ein wenig Kraft zu sparen. Als die ersten meiner Gruppe an Land ankamen sah ich mit freudiger Überraschung, dass ich tatsächlich mit Karsten, Tiger und Fritze zusammen losfahren würde, wenn ich nicht den Wechsel versaue. Aufstehen, über den Balken, kurz gestrauchelt und zack lag ich erstmal auf der Matte. Schnell wieder hoch, naja nicht viel Zeit verloren. Am steilen Hang waren nur noch Maik und Ulf vor mir zu sehen. Jetzt konzentrieren, sonst sind sie weg! Der Wechsel lief bis auf einen leicht verdrehten Helmverschluss optimal und ich sah beim Rauslaufen noch Karsten, Matze und Martin losfahren. Ok, die hole ich – bzw. wir – gleich. Tiger und Fritze stiegen mit mir zusammen aufs Rad und wir nahmen sofort die Verfolgung auf. Ich brauchte noch einen Moment mit meinen Schuhen und dann konnte auch ich in die Führung. Wo waren Ulf und Maik? Und hatte ich im Wechselgarten nicht sogar noch Dirk gesehen? Nach der ersten Wende sah ich‘s dann: sie hatten‘s beim Wechsel vergeigt und versuchten nun an uns heranzufahren. Dirk war dabei so ungeduldig, dass er‘s sogar allein versuchte. Keine Chance für alle drei. Karsten, Matze und Martin waren nach der ersten Wende eingeholt und nun lief die Gruppe gut, obwohl fast nur wir vier Tempo machten und Matze und Martin wohl noch hofften, dass Dirk an uns heranfahren würde. Martin in seiner Unerfahrenheit versuchte ein paar Mal auf der Geraden davonzufahren. Zwar auch mit ordentlichem Tempo aber absolut aussichtslos. Im Gegenzug konnten wir aber auch die beiden nicht abschütteln und so würde der Tagessieg in der Ligawertung beim Laufen entschieden werden – mit den besten Aussichten für uns, da Dirk einerseits nicht herankam und sich allein auf der Verfolgung auch nicht wirklich ausruhen konnte. Mit dem Ausgang des Rennens würde jedoch keiner unserer Gruppe etwas zu tun haben, da, vom Preisgeld angelockt, einige Starter aus höheren Ligen in zwei Gruppen vor uns fuhren. Davon wurden zwar noch ein paar eingesammelt aber die ersten sechs Plätze – dummerweise gab es für diese auch Preisgeld – waren weg. Nachdem Matze in der Start-Ziel-Kurve durch einen kapitalen Fahrfehler für Unmut in der Gruppe gesorgt hatte, blieb Martin nach dem Absteigen abrupt stehen. Wieder lautes Geschrei. Wieder nichts passiert. Weiter. Schon hier zeichnete sich für mich ab, dass ich mit dem weiteren Geschehen nichts zu tun haben würde. Die Frage war für mich vielmehr, ob mein Oberschenkelbeuger halten würde, der mich seit mehreren Wochen plagt. So lief ich dann los – ein bisschen wie auf Eiern und leider auch nicht mit dem Gefühl, dass man in den Beinen haben sollte, wenn man in einer Gruppe relativ locker mitgefahren ist. Es ging schwer. Den Anschluss hatte ich schnell verloren. In der ersten Runde quälte ich mich sehr, die zweite lief dann schon etwas besser. Aber Dirk kam dennoch ca. anderthalb Kilometer vor dem Ziel vorbei. Ich erfreute mich an ein paar Überrundungen und im Ziel daran, dass ich ca. zwei Minuten schneller als im letzten Jahr war. Leider auch die anderen vor mir …

Was soll‘s, Halle macht Spaß und zu gewinnen gab es für mich sowieso nichts!

In der Ligawertung konnten uns nur Matze, Martin und Dirk vom neuen „Täves Tri-Team“ gefährlich werden, was sie auch ordentlich taten. Da wird es diese Saison noch ein paar gute Duelle geben. Die Tangermünder scheinen nach dem Weggang von Peter leider nicht mehr vorn mit eingreifen zu können – allerdings war Halle auch der am wenigsten für sie geeignete Wettkampf. Ich kann ja hier ruhig mal damit angeben, dass ich, der ich nichtmal in der Wertung war, noch alle Tangermünder hinter mir hatte. Liest ja eh keiner …

Ein besonderes Dankeschön noch an Simone, die mit Nina auf Lola aufgepasst und dabei sogar noch Zeit gefunden hat, Fotos zu machen.

Die gibt es hier: >>>>> BILDER