Das Setup stimmt noch nicht …

Foto: Conrad sieht mich derzeit nur im Rückspiegel. Was soll‘s – in Tangermünde hau‘ ich ihn weg. Oder in Halle …

Geiseltalduathlon

Sonntag, 29. April 2012

Schon beim ersten Laufen klemmte irgendwas. Der Puls war richtig, das Gefühl war ok, aber was meine Uhr anzeigte, passte irgendwie nicht dazu. Ich war wieder ein bisschen langsamer als im Vorjahr. Ich tröstete mich damit, dass GPS mit verwinkelten Kursen unter Blättern ja öfter mal nicht so klar kommt und daher weniger Strecke misst. Conrad verschwand schnell aus meinem Blickfeld, auf der Wendepunktstrecke bei Start/Ziel konnte ich jedoch feststellen, dass er hauptsächlich in der ersten Runde gutgemacht hatte und danach nicht mehr so rasend schnell davoneilte. Am Ende waren es vielleicht eineinhalb Minuten. Den hole ich mir, war mein Gedanke. Der Wechsel klappte sensationell und ich saß auf dem Rad. Der Puls wollte nicht runtergehen und das gute Gefühl vom Warmfahren wollte sich auch nicht einstellen. Während ich in der ersten Runde den Anstieg ganz gut hochkam, quälte ich mich in der zweiten doch ungewöhnlich stark. Auch in der Abfahrt wollte nicht so richtig Tempo aufkommen – der Wind stand ja auch etwas ungünstiger als in den vergangenen Jahren. Ich fühlte mich wie ein Fremdkörper auf meinem Zeitfahrrad, musste hin und wieder Oberlenker fahren und kurz rollen lassen. Aber 22 km sind auch bald rum und zu Beginn der zweiten Laufstrecke sah ich Conrad wieder vor mir. Dann hol‘ ich mir ihn eben beim Laufen! Naja, das war nicht so einfach. Auch er fand irgendwann ins Rennen und lief passabel. Ich kam also kaum noch näher und zu Beginn der Stadionrunde war dann klar, dass ihn nicht mehr holen würde. 2:0 für Conrad. In Tangermünde muss ich nun schon fast gewinnen, um ihn in der Cupwertung noch zu überholen.

Ich geh dann mal Laufen …