2011

Endlich wieder Teamtri

Foto: Die Erlösung – Karsten wartet am Beginn der Gasse auf mich, weil er nicht sicher war, ob ich‘s noch bis zum Ende derselben schaffe …

Magdeburger RIEMER-Teamtriathlon

Donnerstag, 8. September 2011

Seit wir im Jahr 2005 die Organisation vom alten Vorstand übernommen haben und ich die Gesamtleitung mache, hatte ich mich nicht mehr an einen Start herangetraut. Im letzten Jahr hatten wir schonmal damit geliebäugelt, Tiger hatte aber schon ein anderes Team. Also sollte es dieses Jahr sein. Karsten hatte seit Bernburg keinen Bock auf Triathlon, meine Saison war ziemlich durchwachsen und Tiger machte in Arendsee und Löderburg auch nicht mehr den allerfrischesten, war aber trotzdem noch besser drauf als die meisten im Lande. Continue reading

Der legendäre Verbremser

Löderburger Triathlon

Sonntag, 28. August 2011

Zehn Minuten vor dem Start ans Wasser und Reiner Kertscher pfeift schon wie wild. Alle raus! Da ich ihn kenne, riskiere ich keine Disqualifikation und begnüge mich mit Armkreisen. Norbert hat eine rote Badekappe auf, Reiner wünscht sich aber ein rein weißes Feld und zählt ihn an. Norbert kann ihn mit der Ausrede „Badekappenriss“ gnädig stimmen und darf trotz dieses unentschuldbaren Vergehens an den Start.

750 m Schwimmen

Startschuss – meine erste Berührung mit dem Wasser – und ich bekomme einen Schock: Viel zu warm! Nach ein paar Schwimmzügen klappe ich die Badekappe hoch und lege meine Stirn frei. Jetzt geht es. Vorn wird richtig schnell losgeschwommen – ich suche erstmal allein mein Tempo. Kurz vor der ersten 90-Grad-Boje reihe ich mich ein, merke aber recht schnell, dass ich jetzt meinen Rhythmus gefunden habe und überhole mehrere Schwimmer. Einer hält gegen und wir schwimmen erst nebeneinander, biss ich dann beschließe, Energie zu sparen und mich einzureihen. Er schwimmt zickzack, doch ich bleibe dahinter bis zum Ufer. Beim Rauslaufen überhole ich Markus. Hm, war ich nicht zuletzt schneller als er? Wo sind die anderen?

23 km Rad

Der Wechsel klappt fast optimal – ich komme gut aufs Rad und sehe Maik vor mir. Na toll – dem hatte ich doch in Arendsee noch gezeigt, wie man schwimmt und jetzt ist er wieder vor mir. (Er wird mir später erzählen, dass er genau MEIN Training angewendet hat – ich darf nicht mehr so viel quatschen) Matze ist auch in Sicht – hat aber deutlich mehr Vorsprung als die letzten Male, ebenso Ulf, Fritze und Tiger. Ich dachte schon, dass ich mir Zeit lasse zum Schuhanziehen aber Maik fängt erst auf der Hauptstraße damit an. Ich bin schon fertig und nutze den Moment. Als nächstes kommt Matze, der schon den Kontakt zu unseren Leuten verloren hat. Ich allerdings auch. Sie fahren mal wieder so schnell los, dass ich zunächst Boden verliere. Durch Hecklingen hindurch hole ich aber wieder auf und bin am Fuße des Col de Hecklingen dran. An Ulf muss ich leider wortlos vorbei, da ich nichts sagen kann vor Atemnot. Ich schnappe mir Tiger und Jonas Meyer, wenn ich mich nicht irre. Fritze kommt wie immer den Berg ziemlich gut hoch und ich komme erst als es flacher wird näher. Zwischendurch kommt Tiger nochmal vorbei. Ich bin überrascht, dann aber doch wieder vorbei. Fritze fährt verdammt gut. Ich sage ihm das, da er offensichtlich mal wieder unsere Sieghoffnung ist. Noch eine knappe Minute vor uns fahren vier Leute dicht beisammen. Von hinten sieht es natürlich aus wie eine Gruppe, ich rede mir aber ein, dass die bestimmt sauber fahren, damit ich nicht ärgern muss. Das einzige Kampfrichtermotorrad parkt auf dem Berg, da wo sie immer stehen und wo man sie schon aus einem Kilometer Entfernung sehen kann. Ich ärgere mich jetzt doch und Tatsache werde ich die Kampfrichter nicht nochmal sehen. An der Abbiegung Winningen haben die vier immernoch 45 Sekunden Vorsprung. Ich sehe aber auch, dass die beiden Vorderen – Fischi und Matthieu sauber fahren. Dahinter fahren Daniel Burckhardt und Stefan Höhlbaum ziemlich dicht hintereinander. Die beiden überhole ich kurz vor der Abfahrt nach Schneidlingen. In der Abfahrt kann ich meinen Materialvorteil ausspielen und komme an Matthieu fast heran. Im Anstieg nach der Kurve überhole ich ihn mit einem aufmunternden „Ah, der Landesmeister“! Er lacht und kann glücklicherweise nicht folgen. Fischi fährt ‘nen ordentlichen Strich, ich komme nicht näher. Erst in Groß Börnecke zahlt sich entweder meine bessere Streckenkenntnis oder meine Fahrweise aus – er fährt die Kurven etwas zaghafter als ich. Ich bin dran und gehe in der letzten Linkskurve vorbei. Er hält allerdings gegen und erst als ich einen der kleinen Hügel im Stehen nehme, bin ich weg.

DER F****** WECHSEL

Rückenwind auf der Straße zum See – bei Tempo 50 Schuhe ausziehen und schon vor der Brücke fertig sein, da man bei der Einfahrt in Löderburg sehr aufmerksam sein muss. Das Motorrad fährt durch die Menge – keine Absteigelinie. Der Kampfrichter und mehrere Leute die dort stehen, gehen zur Seite. Ok, dann also doch durch den hinteren Eingang. Dann höre ich‘s: „Hey, hier rein“ Ich bin bestimmt 20 m vorbeigefahren, bis ich zum Stehen komme. Mein Hinterrad blockiert und ich bremse mir, wie ich später feststellen werde, meinen Schlauchreifen kaputt. Wütend laufe ich zurück und vor Ärger achte ich nicht darauf, dass ich ja in der ersten Gasse stehe. Laufe die zweite rein und wieder zurück zur ersten. Ich sehe meine Schuhe nicht. Ich fluche. Schuhe an und los. Fischi ist wieder dran und wir laufen zusammen los. Er überholt mich und entscheidet sich für die deutlich sichtbar markierte Kinderlaufstrecke. Unsere geht dezent um die Kurve. Der Kampfrichter hat wie schon der andere offensichtlich auch schwere Arme und lässt sie unten. Ich rufe Fischi hinterher, dass er falsch ist. Ich sehe Ulf absteigen, Matze kommt mir entgegen und Marco kurz dahinter. Das kommt mir alles so kurz vor, dass ich mich schon in wenigen Minuten auf einem zweistelligen Platz sehe. Glücklicherweise ruft mir Marisa hinterher, dass ich „laufen kann“. Das ist gelogen, erinnert mich aber daran, dass ich gerade entnervt, entmutigt und völlig aus dem Konzept geraten dahintrotte. Ich mache mich gerade und laufe los.

5 km Laufen

Das erste Stück durch den Wald nehme ich kaum wahr. Ich bin schon Fünfter, weil die jungen Bengels sofort vorbeilaufen. So richtig habe ich nichts mehr herausfahren können auf den letzten 5-6 km und dazu bestimmt 10-15 Sekunden beim Wechsel verloren. Ich bin pappesatt, komme aber einigermaßen in Tritt. Sie laufen doch nicht so schnell weg, wie ich dachte. Dann kommt der Nächste – Benjamin Klotz. Nicht soo schnell – aber doch zu schnell zum Folgen. Fritze kommt nach knapp der Hälfte und meint, dass ich gut unterwegs bin. Auch Tiger, der etwa einen Kilometer vor dem Ziel vorbeiläuft, beschwert sich, dass es immer schwerer wird, mich einzuholen. Sie haben ein sehr gutes Tempogefühl, ich war tatsächlich beim Laufen eine fette Sekunde schneller als letztes Jahr …
Hinter der Brücke kommt überraschenderweise niemand in Sicht, so dass ich nicht sprinten muss. Ich traue dem Frieden nicht und halte das Tempo trotzdem hoch, so dass ich an Tiger wieder etwas rankomme, der offenbar schon rausgenommen hat, da er nach vorn keine Chance sieht und mich nicht so richtig fürchtet auf der Laufstrecke. Er soll Recht behalten und läuft als Siebenter 12 Sekunden vor mir ins Ziel.

Fazit:

Ich weiß natürlich, dass Fehler passieren, aber wie in den vergangenen Jahren klafft in Löderburg leider eine Lücke zwischen der sehr guten Organisation des Wettkampfes und der Motivation eines Teils der Helfer, was sicher auch daran liegt, dass vor uns schon eine Reihe an Rennen war und der Tag lang ist.

Und sicher ist es nicht das erste Mal, dass ich als Führender die Helfer quasi wecken musste (Ist mir 1992 beim Tanner Harztriathlon im Wald auf der Laufstrecke tatsächlich passiert) – aber heute hat‘s mich dabei mal richtig erwischt. Klar hätte Tiger mich auch noch abgekocht, wenn ich 15 oder 20 Sekunden eher losgelaufen wäre – aber ich hätte zumindest die Spur einer Chance gehabt.

Ich muss mich nochmals bei allen Beteiligten für mein Rumgemotze während der Wechselaktion entschuldigen – habe ich soweit auch nach dem Rennen gemacht. Adrenalin im Blut und Sauerstoffarmut im Kopf sind allerdings keine guten Berater bei der Wortwahl. Man möge mir verzeihen!

Und: ich werde das zum Anlass nehmen, dafür zu sorgen, dass unsere Helfer noch eindringlicher eingewiesen werden. Am Sonntag könnt ihr dann über uns meckern!

Sechster!

Foto: Matthieu holt sich den Gesamtsieg und den Landesmeistertitel. Glückwunsch!

Arendseetriathlon

Sonntag, 14. August 2011

Die erste Nachricht des Tages war: Das Schwimmen ist auf 1.000 m verkürzt, weil der See 17 Grad hat. Das fand ich zunächst mal ziemlich lächerlich, da Pitt eigentlich dafür bekannt ist, wenn es nur irgendwie geht, den Neo ganz zu verbieten. Eigentlich ist es mir egal, wie weit geschwommen wird, da ich die meiste Zeit auf den ersten 500 m verliere, danach kaum noch was. Somit konnte mich das nicht aus dem Konzept bringen, zumal ich aufgrund meiner durchwachsenen Saison ohnehin nicht mit der größten Motivation angereist war. In der Meisterschaft waren wir auch durch und Landesmeister würde ich sicher nicht werden – zumindest nicht insgesamt, dafür sind ja schon die Rövers zu stark und TTT hat mich zuletzt auch immer komplett abgekocht. Ich hatte vorher nichtmal in die Startliste gesehen. Als ich dann unter anderem Marcel, Cornelius, Patrick und Matthieu sah, bereitete ich mich im Kopf schon auf einen zweistelligen Platz vor.

Höchstens 900 m Schwimmen

Also rauf auf den Dampfer. Das Wasser war wie erwartet angenehm. Ich entschied mich, ganz rechts zu starten, schließlich kam ja der Wind von rechts. Der See war allerdings glatt und den Wind merkte man nicht. Also ideale Bedingungen. Ich kam sehr gut weg und ebenso gut in meinen Rhythmus. Ich entschied, mich nicht einzuordnen, als die „Linksstarter“ näher kamen, sondern mein Tempo allein zu schwimmen. Vor mir meinte ich, Tiger am Schwimmstil zu erkennen und der relativ geringe Abstand beruhigte mich. Leider sah ich Maik nicht, mit dem ich zuletzt immer geschwommen war. Ich beschloss, dass er bestimmt hinter mir sei, da ich mich ja so gut fühlte. Mein Gefühl trügte nicht: Die Gruppe mit Tiger, Fritze und Matze stieg 20 sek vor mir aus dem Wasser und Maik hatte sag und schreibe 40 sek verloren. Auf dem Weg nach oben fragte ich drei oder vier Leute, auf welchem Platz ich liege und es konnte mir keiner sagen. Das heißt auf Deutsch: Du bist so weit hinten – soweit zählt hier keiner. Kurz bevor ich mich darüber so richtig ärgern konnte, wurde mir doch noch zugerufen, dass ich Elfter bin, die Ersten aber schon zwei Minuten weg sind. Meine Fresse – zwei Minuten!

40 km Rad

Als ich aufs Rad stieg, sah ich Matze direkt vor mir und noch im Ort auch schon zweimal MTC-Farben. Ach schön! Wieder fuhren sie aber so schnell los, dass ich erstmal gar keinen überholte. Dann nach der 90 Grad Rechtskurve ging es aber los: Selbst Martin hatte als Drittschnellster nur gut 45 Sekunden auf mich rausgeschwommen. In kurzer Folge konnte ich Matze, Thomas Barrasch, Patrick, Franzi, und dann endlich auch die Rövers überholen, die ihrerseits schon ordentlich überholt hatten. So war ich kurz hinter Schrampe schon bis auf Platz drei vorgefahren. Mein Transponder hing etwas locker am Fußgelenk und ich überlegte gerade, wo ich den verstauen würde. Ich hörte Fritze noch von hinten irgendwas rufen. Als ich das nächste Mal nach unten sah, war der Transponder schon weg. Sch… Umkehren geht gar nicht. Also weiter. Ich wusste allerdings nicht, ob ich nun Zweiter oder Dritter war. Gar nicht viel später sah ich dann in der Ferne das Führungsfahrzeug mit EINEM dahinter. Aber so richtig schnell kam ich nicht näher. Kurz vor der Wende sah es dann gut aus. An der Wende war ich vielleicht noch 100-150 m dahinter und es waren doch zwei. Thomas Schmidt – den ich bis dahin noch gar nicht kannte – hatte irgendein Problem an der Wende. Wahrscheinlich Kette runter oder sowas. Das wird ihn am Ende den Sieg gekostet haben. Kurz bevor ich dran war, fuhr er weiter. Ich holte ihn mir praktisch im Beschleunigen. Dann nur noch Matthieu. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich ihn dann endlich überholt habe, ich war damit beschäftigt, die Abstände zu checken. Viele kamen mir in Zweier- oder Dreiergrüppchen entgegen und kein Kampfrichter weit und breit. Erst irgendwo im Mittelfeld dann ein Motorrad. Am Ende gab es eine einzige Zeitstrafe – auch das ist lächerlich im Vergleich zu den Sofort-Disqualifikationen in Stendal.

Ich konzentrierte mich auf mein Rennen, nachdem ich mir ungefähr ausgerechnet hatte, was ich werden könnte. Der Vorsprung war nicht wirklich groß und es waren einige, die weniger als 5 min nach mir vom Rad kommen würden und schneller laufen als ich. Somit war ich mir immernoch nicht sicher, unter die ersten Zehn zu kommen. Aber es lief unvermindert gut auf dem Rad und es stellten sich auch keine Schwächephasen oder Selbstzweifel ein. Leider fuhr das Führungsfahrzeug ordentlich weit vor mir. Keine Chance auf Windschatten. Der Wind war schwach, aber genau wie vorhergesagt. Somit die letzten zehn Kilometer Rückenwind. Der war aber längst nicht so stark wie in den letzten Jahren. An 50 km/h war nicht zu denken. Gerademal 45 waren drin. Trotzdem lag ich ungemein gut in der Zeit und nahm den „Schlussanstieg“ nochmal komplett im Stehen mit Kette rechts. Das lockert die Beine und ein Berg tut auch weh, wenn man ihn langsam hochfährt, nur eben länger. Die Stunde würde ich unterbieten – das stand fest. Die größte Überraschung stand noch bevor: Wie fühlen sich die Beine beim Laufen an? Aber erstmal durch diesen elendig langen Wechselraum. Barfuß über Beton und teilweise Kopfsteinpflaster. Aber alles ging gut. Schuhe an und los!

10 km Laufen

Schon im Wechselraum kamen mir Matthieu und Thomas entgegen. Die würden gleich kommen. Aber erstmal als Führender durch die Zuschauer, das fühlt sich gut an. Die Beine auch. Auf dem Weg zum See kamen mir noch so einige entgegen. Ich konnte es gar nicht so schnell mitzählen. Es war vor allem keiner dabei, der langsamer läuft als ich. Schon auf dem ersten Kilometer kamen die beiden dann vorbei. Bei Kilometer 3 oder 4 dann auch schon die Rövers. Was sollte das werden? Ich stoppte die Kilometer mit und lag gar nicht so weit über vier Minuten. Tiger kam nicht so richtig weg. Er sah nicht gut aus. Fritze viel besser. Nach der 5-km-Verpflegung war Tiger dann plötzlich doch weg. Ich versuchte das Tempo zu forcieren, waren ja nicht mal mehr 5 km. Marcel kam dieses Jahr immerhin etwas später als im letzten Jahr. Vielleicht war ich ja doch nicht so langsam? Nachdem ich auf den ersten Kilometern ordentlich mit den Oberschenkeln zu tun hatte – eindeutig vom Dicke-Gänge-fahren – waren die Beine nun lockerer aber Seitenstiche kamen. Hatte ich auch lange nicht. Ich trank trotzdem an jeder Verpflegung. Auf den letzten drei Kilometern verliere ich in Arendsee immer die meisten Plätze. Vielleicht könnte ich ja heute mal was dran ändern. Noch war keiner zu sehen. Ich rannte, was die Beine hergaben. Matze überholt mich immer auf dem letzten Kilometer. Heute nicht! Kurze Schwimmstrecke – wo bleibt eigentlich Steffen? Und Patrick hatte ich doch auch noch reinfahren sehen und Cornelius. Ich war einerseits darauf gefasst, dass demnächst 5-6 Mann an mir vorbeirennen und andererseits fest entschlossen, keinen mehr vorbeizulassen. Ich lief am Anschlag. „Nach hinten keiner zu sehen“, war die einhellige Meinung der Zuschauer. Ich rannte diesen Drecksberg hoch, was ich nur konnte und drehte mich oben um. Tatsache sah ich den Posten noch den Arm heben, um meinem Verfolger den Weg zu zeigen. „Wie lange braucht man, um diesen Berg hochzulaufen?“, fragte ich mich. Ich schnaufte dem Ziel entgegen. Man erkennt am Beifall der Zuschauer, ob es knapp ist oder nicht. Ich achtete genau auf die Zuschauer. Sie lächelten – es könnte also reichen. Meine Beine drohten mir wegzusacken – ich entschloss mich, nochmal nach hinten zu gucken. Das sollte reichen! Ich nahm einen kleinen Schritt raus und lief ins Ziel. Gerade mal 13 sek vor Sebastian Schrader und nochmal zwanzig vor Patrick! Sechster! Wer hätte das gedacht? Ich nicht.

Schicke Bilder von Katrin >>>

MTC ist Meister!

Foto: Fritze holt sich den Sieg, Tiger wird Dritter. Ich werde hinter Martin, Marco und Matze Achter. Nicht sensationell nach meinem Sieg im letzten Jahr, aber ich will mal zugeben, dass es heute besser besetzt war …

Geiseltaltriathlon, Sonntag, 17. Juli 2011

Mäßige 750 m

Ein wenig zu lange eingeschwommen und die Startlinie war voll. Also stellte ich mich artig in die zweite Reihe – ich bin ja beim Reinlaufen wegen meiner kurzen Beine ohnehin nicht der Schnellste. Nach dem Start rechts raus – und schon hatte ich Platz. Ich kam überraschend gut voran und hatte genau Kurs auf die Boje. Ich war weit genug vorn, so dass es nicht eng werden würde. Ein paar Züge zu viel, ohne zu gucken und als ich den Kopf das nächste Mal hob, war die Peilung nicht mehr auf Boje, sondern zwei Meter rechts vorbei. Mist, noch 15 m und ich musste hart Backbord steuern. Aber ich hatte eine halbe Länge gegenüber dem Schwimmer links von mir und Platz war wirklich genug. Ich versuchte also möglichst dicht an der Boje vorbeizukommen und er schwimmt auf mich drauf. So sehr, dass ich ihn erstmal anschreie, was natürlich völlig sinnlos ist. Continue reading

Endlich ein normales Rennen

Foto: Hochkonzentriert geschwommen – Arm blieb in der Schulter

Altmarktriathlon

Samstag, 9. Juli 2011

Als ich während des Warmfahrens Andreas noch ein paar Tipps zum Schwimmstart gab, riet ich ihm unter anderem, wo er sich zum Schwimmstart aufhalten soll und sagte spaßeshalber auch noch genau, wer dort außer mir zu finden sein wird. Und so war es dann auch: Patrick, Jens, die Rövers – alles wie immer. Continue reading

Zum zweiten Mal: Die Schulter

Foto: Schwimmstreckenglücksschwein: Zum zweiten Mal in der Saison profitiert Steffen von zu kurzen Schwimmstrecken und diesmal macht er sogar was draus. Platz drei sei ihm gegönnt – sonst ist das Schwimmen ja immer zu lang!

Kyffhäuser-Triathlon

Sonntag, 3. Juli 2011

Stürmischer Wind und wirklich hohe Wellen für einen Binnensee erwarteten uns. Wir hatten uns auf Dauerregen eingestellt – der blieb aus. Zwei Runden Schwimmen, der See war so aufgewühlt, dass es unter Wasser dunkel war und man seine eigene Hand nicht sehen konnte. Besonders kalt fand ich es nicht – andere hatten da größere Probleme. Kurz vorm Start war abzusehen, dass der Start nicht von Land aus sein würde, wie gefordert. Zu schlecht konnte man den Sprecher verstehen. Ich sah zu, dass ich wieder in die erste Reihe kam, denn ich rechnete jederzeit mit einem unvermittelten Startschuss. Dann wurde einfach gezählt und es ging los. Continue reading

Donnerwetter

Ich verspreche, dass ich mir keinen Regen mehr wünsche …

Unitriathlon – Mittwoch, 22. Juni 2011

Vorgeplänkel 1

Mein 22. Uni-Triathlon stand unter keinen guten Vorzeichen. Zwei Wochen zuvor hatte ich mir zum dritten Mal seit April meinen Oberschenkelbeuger gezerrt. Dachte ich zumindest, bis ich dann einen blauen Fleck in der Kniekehle entdeckte. Das deutete wohl auf einen Muskelfaserriss hin. Glücklicherweise konnte ich schmerzfrei Schwimmen und Radfahren trainieren. Laufen dafür gar nicht. Da ich auf gar keinen Fall auf einen Start beim Uni-Tri verzichten kann, musste ich schweren Herzens Bergwitz ausfallen lassen, um meinem Bein noch ein paar Tage Ruhe zu geben. Der Plan war klar: ALLES geben beim Schwimmen, die beste Radzeit fahren und dann mit äußerster Vorsicht kontrolliert durchlaufen. Mich auf kein Duell einlassen und vor allem keinen Endspurt! Continue reading

Mehr Wettkampfzeit fürs Geld!

Foto: Mir ging‘s ja schon schlecht aber was Marco und Co. widerfahren ist, wünscht man ja auch keinem … Respekt fürs Durchziehen!

Bernburger Triathlon

Dienstag, 7. Juni 2011

Ausgebucht! 

Aus irgendeinem Grunde hatte ich aber rechtzeitig gemeldet und war drin. Große Aufregung schon im Vorfeld: Wie soll denn eine Landesliga stattfinden, wenn nicht alle starten dürfen? Die Bernburger hatten ein Einsehen und die lustige Regelung getroffen, dass, wer zum Start läuft und einen eigenen Radständer mitbringt, starten kann. Soviel ich weiß sind dann auch alle gestartet, die da waren.

Aber auch das war nicht so einfach. Als wir schon wie die Robben in der Hitze auf dem Schiff standen und der Captain halbherzig bremste – weit vor dem üblichen Start – merkten wir so langsam, dass sich offensichtlich nicht alle Helfer einig waren, wo denn der Start sei. Der Einstieg für die „Fußgänger“ war jedenfalls deutlich zu früh. Sie wurden weiter flussaufwärts geschickt. Wir warteten. Der Schweiß rann. Sie rannten. Zu weit. Einige jedenfalls. Die Osterburger sind wohl, nach Martins Schwimmzeit zu urteilen, fast doppelt so weit geschwommen wie wir. Glück im Unglück hatten da Steffen und Co, die noch beim Wandern den Startschuss hörten, und mit halboffenem Neo noch schnell dazugesprungen sind als sie uns kommen sahen.

1000 m Schwimmen

Außer dass Ingo partout den Startschuss nicht geben wollte, bekamen wir davon nicht viel mit. Ich kam gut weg. Neben mir Peter wie im letzten Jahr. Den wollte ich mir schnappen aber er kam nicht so recht vom Fleck. Na gut, dann allein. Erst die Linkskurve geschnitten und dann allmählich nach rechts, damit ich nicht an der Leiter vorbeitreibe. Irgendwann sah ich dann auch noch Maik neben mir. Da dachte ich eigentlich, dass ich gut liege nach dem Schwimmen, musste dann aber doch feststellen, dass wir schon 30 sek hinter Tiger, Fritze, Ulf und Karsten waren.

40 km Rad

Der Wechsel ging recht gut. Ich war jedenfalls vor Peter und Maik auf dem Rad. Jetzt sollte es dann eigentlich so schnell wie möglich an die Spitze gehen. Ich kam aber nicht in Fahrt. Ging nicht. Keine Kraft. Karsten überholte ich nach 5-6 km. Der sah genauso schlecht aus wie ich mich fühlte. An der ersten Wende nach 17 min. Das kann nichts werden! Ok der Rückweg ist kürzer, weil es ja nur bis zum Kreisverkehr geht. Aber in 12 min??? Auf dem Rückweg stellte ich erstaunt fest, dass sehr sauber gefahren wurde. Es ärgerte mich um so mehr, dass ich so lahm war. Steffen war so dicht hinter mir, dass ich es kaum glauben konnte. Jens sowieso. Ich hakte das Rennen innerlich schon nach weniger als die Hälfte als Streichresultat ab. Das wäre dann Nummer zwei. Irgendwann kam mir Marco entgegen. Das waren mindestens 5 km Rückstand, schätzte ich. Das passte wiederum gar nicht zu Steffens Position. Ich war verwirrt. Die Hitze machte mir zu schaffen. Ich trank und versuchte mich daran zu erfreuen, dass ich nicht den Zeitfahrhelm aufhatte, sondern den gut belüfteten. Schwacher Trost. Am Kreisverkehr war ich immerhin noch unter einer halben Stunde. Aber wie sollte ich unter einer Stunde bleiben? Schneller würde ich auf der zweiten Runde nicht mehr. Dann kam Dirk vorbei und ich konnte nichtmal sein Tempo aufnehmen. Furchtbar! Das ist das Alter – jetzt hat es mich, dachte ich mir. Ich freute mich auf den schattigen Lauf entlang der Saale.

10 km Lauf

Der Sprecher kündigte mich euphorisch an, rief mir aber über Lautsprecher gleich nochmal ins Gedächtnis, dass jetzt meine schwächste Disziplin kommt. Vielen Dank – man stelle sich vor, wo ich gelandet wäre, wenn ich da nicht dran gedacht hätte. So trottete ich aber los wie üblich.

Ich ging als fünfter Einzelstarter auf die Laufstrecke. Das klang noch ganz gut. Mein Lauftempo fühlte sich allerdings nicht nach „Platz halten“ an. Eric Michel lief gleich vorbei. Als nächstes Olaf Ueberschär, der ziemlich schnell kleiner wurde. Tiger kam mir als erstes entgegen – schon raus aus der Schleife. Mann, war ich langsam! Irgendwann verlor ich dann Platz um Platz. Steffen, Jens, Rodrigo, Karsten und viele mehr. Tobi hat dann nun auch sein Ziel erreicht, mich zu schlagen – Glückwunsch! Ich hatte gedacht, dass ich das noch ein wenig rauszögern kann.

Gegen Ende der ersten Runde ging es etwas besser und ich stoppte mal die Zeit. Die zweite Runde war insgesamt deutlich angenehmer, weil ich mich tatsächlich im Schatten ein wenig abgekühlt hatte und sich mein Elend relativierte. Unterwegs gab‘s nämlich jede Menge davon. Ich war bei weitem nicht der Einzige, dem es schlecht ging. Andreas rief mir aufmunternd zu, dass Dirk schon langsamer wird. „Als wenn ich den noch einhole“, dachte ich mir. Und da lag er dann. Ganz großes Kino – quer über den Weg, so dass man fast durch den Wald musste, um vorbeizulaufen. Hilfe war schon da. Ich überlegte kurz, ob ich anhalten sollte. Stellte dann aber fest, dass ich außer einem feuchten Einteiler nichts dabeihatte, dass ihn hätte kühlen können und lief mit schlechtem Gewissen vorbei. Auch die Frage „alles OK?“ verkniff ich mir. Weiter!

Mit begrabenen Vorsätzen läuft es sich eigentlich ganz gut. Aufgeben ist den Gedanken nicht wert – also Tempo erträglich hoch halten und dann sind 10 km eben auch nur 10 km.

Tatsächlich lief ich die zweite Runde eine ganze Minute schneller als die erste. Plätze habe ich allerdings nicht wieder gutgemacht. Wie jede Quälerei ging auch diese vorbei und zum Glück stellte ich erst zu Hause fest, dass ich sage und schreibe neun Minuten langsamer war als im Vorjahr.

Als ich dann im Ziel von Pleiten, Pech und Pannen rund um den Start erfuhr, relativierte sich die Enttäuschung noch weiter und ich stellte fest, dass es doch irgendwie mal wieder Spaß gemacht hat. Schmeiß den Grill an!

>>>>> Bilder >>>>>

Halle-Triathlon

Foto: MTC mit zwei Teams am Start. Gelungene Premiere für beide: Platz 1 und 7

MTC auf Eins

Dienstag, 24. Mai 2011

Wir rätselten noch, ob der See nun kälter als im letzten Jahr sei oder nicht, da kommt als erstes die Nachricht: Neoprenverbot! Helle Aufregung! Vor allem bei Oberfrostbeule Fritze. Beim Einschwimmen wurde allerdings schnell klar, dass das Wasser tatsächlich recht warm war. Mir war‘s eigentlich recht, so konnte ich gleich mal testen, ob mein Schwimmtraining im Winter was gebracht hat. Continue reading